Das zehnte Teilstück ist mit 146,6 Kilometern recht kurz. Große Berge müssen auf dem Weg von Valencia nach Castellón auch nicht erklommen werden, nur ein Anstiege der 3. Kategorie zu Beginn und einer der 2. Kategorie am Ende der Etappe sind im Roadbook vermerkt. Doch dieser zweite Anstieg könnte durchaus von Bedeutung sein, denn vom Gipfel sind es nur 16,7 Kilometer bis ins Ziel. Gut 10 davon geht es bergab. Wer sich im Anstieg absetzten kann, hat durchaus Chancen durchzukommen. Doch dieser Alto del Desierto de las Palmas ist auch für die schwereren Fahrer kein unüberwindbarer Brocken. Er ist 7,9 km lang und durchschnittlich 5 % steil. Will man hier Fahrer wie John Degenkolb abhängen, muss man schon mächtig Tempo machen. Vielleicht kann sich im Finale wirklich eine Gruppe absetzten, aus der dann Fahrer wie Giovanni Visconti oder Pello Bilbao gute Chancen haben, doch vielleicht kommt auch eine frühe Ausreißergruppe durch. Das wird auch von der Strategie des deutschen Giant-Alpecin Teams abhängen.

Das Giant-Alpecin Team hat eh die Verantwortung im Rennen, schließlich trägt Tom Dumoulin das Rote Trikot. Gut möglich, dass man von Beginn der Etappe an kontrolliert und die Fluchtgruppe dann gar nicht weit weglässt. Dann hätte man gute Chancen, wenn Degenkolb mit über den Berg kommt. Viele Sprinter sind nicht mehr dabei, Bouhanni, Sagan und Stuyven ausgeschieden, so sind vor allem Caleb Ewan, Jose Rojas und Kristian Sbaragli die härtesten Konkurrenten.  Ein Mann wie Degenkolb schlottern da sicher nicht die Knie. Doch will man im Team wirklich alle Kräfte für einen Sprint mobilisieren, wo man noch nicht genau weiß, wie viel Kraft man vielleicht noch für Tom Dumoulin braucht, wenn er noch länger ganz vorn dabei ist? Wir werden es morgen sehen.

Karte letzte 5 Kilometer
Karte letzte 5 Kilometer

Wir erwarten: ein kleine Gruppe an der kurzen Leine von Giant-Alpecin | Attacken am letzten Berg und den Sprint aus einer größeren Gruppe

Die Favoriten:  John Degenkolb, Giovanni Visconti, Jose Rojas, Caleb Ewan