Alessandro de Marchi (BMC) hat die 14. Etappe der 70. Vuelta gewonnen. Der Italiener gehörte zu einer fünfköpfigen Spitzengruppe, aus der er sich im Schlussanstieg absetzte und als Solist zu seinem zweiten Vuelta-Etappensieg fuhr. Zweiter wurde Salvatore Puccio (Sky) vor Jose Rojas (Movistar).

Im Kampf um den Gesamtsieg verteidigte Fabio Aru (Astana) auch auf der 215 Kilometer langen Etappe von Vitoria nach Alto Campoo die Führung. Aru erreichte an der Seite von Esteban Chaves (Orica-Greenedge) als neunter das Ziel und büßte nur eine Sekunde auf den Zweitplatzierten Joaquim Rodriguez (Katusha) ein. Nairo Quintana (Movistar) zeigte sich nach seiner Krankheit erholt und machte 7 Sekunden auf Aru gut. Tom Dumoulin vom Giant-Alpecin-Team verlor 20 Sekunden auf Quintana. Er ist weiterhin Dritter in der Gesamtwertung.

 

So lief das Rennen

Nach dem Start bildete sich eine fünfköpfige Spitzengruppe. Alessandro de Marchi (BMC), Salvatore Puccio (Team Sky), José Joaquín Rojas (Movistar), Mikael Chérel (Ag2r) und Carlos Quintero (Colombia) setzten sich schnell einige Minuten ab. Das Feld ließ die Ausreißer gewähren und so hatte das Quintett nach 130 Kilometern mehr als 9 Minuten Vorsprung. Keiner der Ausreißer stellt in der Gesamtwertung eine Bedrohung für das Rote Trikot von Fabio Aru dar, und so ließ es auch das Astana Team zunächst locker angehen. Die fünf Ausreißer gingen mit mehr als neun Minuten Vorsprung in den 18 Kilometer langen Schlussanstieg. Im Feld brachten die Teams der Klassementfahrer ihre Kapitäne vorn in den Anstieg.

 

Immer aufmerksam: Tom Dumoulin am Hinterrad von Fabio Aru (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)
Stets aufmerksam: Tom Dumoulin am Hinterrad von Fabio Aru (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

Im Schlussanstieg

Die Spitzengruppe harmonierte auch im Schlussanstieg lange Zeit sehr gut. Im Feld machte das Movistar Team auf den ersten Kilometern des Anstiegs das Tempo. 11 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Luis Leon Sanchez (Astana) an die Spitze und zog das Tempo an. Schnell schmolz auch der Vorsprung der Ausreißer. Sechs Kilometer vor dem Ziel lag das Feld nur noch 6:30 min zurück. Vier Kilometer vor dem Ziel setzte Cherel den ersten Angriff aus der Spitzengruppe. De Marchi, Rojas und Quintero schlossen an der Drei-Kilometer-Marke zu Cherel auf. Auch Puccio kam zurück und die taktischen Spielchen gingen erneut los. 2,5 Kilometer vor dem Ziel setzte Cherel die zweite Attacke, doch die Konkurrenz schloss erneut auf. Zwei Kilometer vor dem Ziel griff dann Rojas an und zog davon. Puccio und Alessandro de Marchi setzten nach. Im Hauptfeld attackierte Fabio Aru 3,5 km vor dem Ziel. Nach wenigen hundert Metern hatte der Italiener nur noch Nairo Quintana (Movistar) am Hinterrad. Quintana hatte in den Tagen zuvor mit Durchfall und Fieber zu kämpfen, zeigte sich aber erholt und sehr stark. De Marchi hängte im Nebel seine ehemaligen Fluchtbegleiter ab und siegte.

Fabio Aru musste alles aus sich herausholen um keine Zeit zu verlieren (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)
Fabio Aru musste alles aus sich herausholen um keine Zeit zu verlieren (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

Beim Kampf der Favoriten konnte sich Aru nicht weit genug absetzten. Esteban Chaves, Rafal Majka, Domenico Pozzovivo und auch Joaquim Rodriguez schlossen einen Kilometer vor dem Ziel zu Aru und Quintana auf. Quintana attackierte und setzte sich ab. Rodriguez setzte nach und Aru und Majka hatten Mühe zu folgen. Am Ende waren die Abstände nur klein.