Nicolas Roche (Sky) hat die 18. Etappe der 70. Vuelta Espana gewonnen. Der Ire gehörte zu einer großen Ausreißergruppe, aus der er sich gemeinsam mit Haimar Zubeldia (Trek) am letzten Anstieg abgesetzt hatte. Im Sprint setzte sich Roche gegen Zubeldia durch und feierte den zweiten Vuelta-Etappensieg seiner Karriere. Dritter wurde José Gonçalves (Caja Rural).

In der Gesamtwertung wehrte Tom Dumoulin (Giant-Alpecin) alle Angriffe der Konkurrenz ab und verteidigte sein Rotes Trikot. In den ersten Positionen der Gesamtwertung änderte sich trotz vieler Angriffe im Finale nichts.

 

So lief das Rennen

Vom Start weg wurde attackiert, doch es dauerte eine ganze Weile ehe sich eine Gruppe entscheidend absetzen konnte. Zwischenzeitlich lag mal eine 50 Fahrer starke Gruppe in Front, doch das Giant-Alpecin-Team ließ diese nicht weg und schloss die Lücke nach etwas mehr als 40 Kilometern wieder. Dann gingen die Attacken wieder los und es bildete sich nach mehr als einer Rennstunde die Gruppe des Tages. Die 25 Fahrer starke Gruppe setzte sich schnell einige Minuten ab.

Die Fahrer an der Spitze waren: Nicolas Roche (Sky), Sebastien Minard (Ag2r-La Mondiale), Darwin Atapuma (BMC), José Gonçalves, Ángel Madrazo (Caja Rural), Cyril Lemoine, Dominique Rollin (Cofidis), Pieter Serry (Etixx-Quick Step), Arnaud Courteille (FDJ), Simon Pellaud, Vicente Reynés (IAM), Kristijan Durasek (Lampre-Merida), Bart De Clercq, Adam Hansen, Tosh Van der Sande (Lotto-Soudal), José Joaquín Rojas (Movistar), Songezo Jim (MTN-Qhubeka), André Cardoso (Cannondale-Garmin), Jerome Cousin, Cyril Gautier (Europcar), Eduard Vorganov (Katusha), Tim Roosen (LottoNL-Jumbo), Daniele Bennati, Pawel Poljanski (Tinkoff-Saxo) und Haimar Zubeldia (Trek).

Im Feld kontrollierte zunächst Giant-Shimano, später machte auch MTN-Qhubeka die Arbeit, da Bart De Clercq in der Spitzengruppe nur sechs Minuten Rückstand auf Team-Kapitän Meintjes im Gesamtklassement hat.

Lange hielt das Feld den Abstand konstant bei 5 Minuten, doch 54 Kilometer vor dem Ziel spannten sich Astana und auch Movistar vor das Feld. Knapp 45 Kilometer vor dem Finale machte das Astana-Team dann ernst und zog das Tempo mächtig an. Die Spitzengruppe verlor sehr schnell Zeit auf das Feld.
Etwa 38 Kilometer vor dem Ziel griff Joaquim Rodriguez aus dem Hauptfeld an. Das Astana-Team setzte jedoch sofort nach und schloss die Lücke. Das war ganz nach dem Geschmack von Tom Dumoulin, der sich am Hinterrad von Fabio Aru versteckte.

30 Kilometer vor dem Ziel lag die Spitzengruppe nur noch 2:30 min vor dem Feld und die Einigkeit war endgültig vorbei. Cyril Gautier setzte sich ab und dahinter bildete sich eine große Verfolgergruppe. Im letzten Anstieg setzte Nicolas Roche seinen Angriff und zog auch an Gautier vorbei. Auch Haimar Zubeldia setzte nach und schloss zu Roche auf.

Das Finale

20 Kilometer vor dem Finale kam dann der erwartete Angriff von Fabio Aru. Der Italiener versuchte es mehrfach, konnte Dumoulin jedoch nicht abschütteln. Aru nahm das Tempo wieder raus und keiner wollte die Arbeit machen. So starteten Chaves, Valverde und auch Mikel Nieve Angriffe. Chaves und Valverde konnten sich etwas absetzen. Auch Rafal Majka attackierte und fuhr zu Valverde und Chaves auf. Doch Aru und Dumoulin schlossen wieder auf. Immer wieder versuchte Fabio Aru Dumoulin abzuhängen, doch der Niederländer war zu stark und konnte jeden Angriff mitgehen. Selbst in der Abfahrt zum Ziel wurde angegriffen, doch die Gruppe mit den Favoriten in der Gesamtwertung  erreichte geschlossen das Ziel. Im Kampf um den Etappensieg setzte sich Nicolas Roche gegen Haimar Zubeldia durch.