Alexis Gougeard (Ag2r) hat die 19. Etappe der 70. Vuelta gewonnen. Der Franzose setzte sich etwas mehr als 25 Kilometer vor dem Ziel aus einer Fluchtgruppe ab und fuhr als Solist ins Ziel. Zweiter wurde nach 185,8 Kilometer von Medina del Campo nach Ávila Nelson Olivera (Lampre-Merida). Platz drei holte sich Maxim Monfort (Lotto-Soudal).

Im Kampf um den Gesamtsieg baute Tom Dumoulin (Giant-Alpecin) seinen Vorsprung aus. Der Niederländer attackierte knapp 2 Kilometer vor dem Ziel und überquerte den Schlussstrich 3 Sekunden vor Fabio Aru (Astana). Damit hat Dumoulin in der Gesamtwertung nun 6 Sekunden Vorsprung auf Aru.

Wo bleibt Aru – Tom Dumoulin guckt sich um (Foto: Roth&Roth roth-foto.de))
Wo bleibt Aru – Tom Dumoulin guckt sich um (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

 

So lief das Rennen

Zu Beginn der Etappe wurde schnell gefahren und es setzte sich eine 24-köpfige Spitzengruppe ab.
Die Gruppe bestand aus Christian Knees (Sky), Alexis Gougeard (Ag2r), Amael Moinard (BMC), David Arroyo, Ricardo Vilela (Caja Rural), Cyril Lemoine (Cofidis), Fabio Duarte, Leonardo Duque, Juan Pablo Valencia (Colombia), Maxime Bouet (Etixx-Quick Step), Mickael Delage (FDJ), Jerome Coppel (Cycling) Nelson Oliveira (Lampre-Merida), Maxime Monfort, Tosh Van der Sande (Lotto-Soudal), Andrei Amador, Fran Ventoso (Movistar), Natnael Berhane (MTN-Qhubeka), Ben King (Cannondale-Garmin), Jimmy Engoulvent (Europcar), Tiago Machado, Eduard Vorganov (Katusha), Pavel Brutt (Tinkoff-Saxo) und Markel Irizar (Trek).

Im Feld kontrollierte das Giant-Alpecin-Team das Rennen und hielt den Abstand auf 15 Minuten.
Nach etwas mehr als 60 Kilometern ereignete sich im Feld ein Sturz, auch Fabio Aru (Astana) kam zu Fall und wurde vom Rennarzt behandelt.

45 Kilometer vor dem Ziel attackierte Tiago Machado aus der Spitzengruppe und setzte sich ab. Dahinter gab es immer wieder Attacken aus der Spitzengruppe und 33 Kilometer vor dem Ziel schlossen Cougeard und Duque zu Machado auf. Machado konnte das Tempo nicht mehr mitgehen und musste reißen lassen. Auch Duque musste Gougeard ziehen lassen.

Über die letzte Bergwertung,  knapp 18 Kilometer vor dem Ziel, fuhr Gougeard knapp 30 Sekunden vor der 4-köpfigen Verfolgergruppe mit Andrei Amador, Tiago Machado, Amael Monard und Maxim Monfort. Gougeard konnte auch in der steilen Rampe zum Ziel seinen Vorsprung verteidigen und feiert seinen ersten Vuelta-Etappensieg. Nelson Olivera schaffte in der Schlusssteigung den Anschluss an die Verfolger und zog sofort vorbei. So holte sich der Portugiese den zweiten Platz.

7 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Alejandro Valverde aus dem Feld ab. Der Spanier fuhr eine Weile vor dem Feld, doch das Tinkoff-Saxo-Team machte die Nachführarbeit und ließ ihn nicht weit weg. Zu beginn der Schlusssteigung, knapp 2 Kilometer vor dem Ziel war Valverde wieder eingeholt.

 

Groß ist der Vorsprung von Dumoulin auf Aru nicht, aber jede Sekunde zählt (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)
Groß ist der Vorsprung von Dumoulin auf Aru nicht, aber jede Sekunde zählt (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

Auf dem Kopfsteinpflaster, knapp 1,8 Kilometer vor dem Ziel spannte sich John Degenkolb vor das Feld und zog das Tempo für Tom Dumoulin hoch. Dumoulin attackierte dann und setzte sich mit Dani Moreno (Katuhsa) am Hinterrad ab. Fabio Aru konnte die Lücke nicht mehr schließen und verliert 3 Sekunden.
Alejandro Valverde büßte ebenso wie Rafals Majka, Joaquim Rodriguez und Nairo Quintana 9 Sekunden auf Dumoulin ein.