Im Sprint des stark dezimierten Feldes setzte sich Tim Merlier (Alpecin-Fenix) am Ende souverän durch und holte sich den Sieg beim 53. Le Samyn.

Zweiter wurde nach 205 Kilometern von Quaregnon nach Dour Rasmus Tiller (Uno-X). Platz drei ging an Andrea Pasqualon (Intermarché – Wanty – Gobert). John Degenkolb (Lotto-Soudal) wurde Siebter.

So lief das Rennen

Es dauerte eine Weile, ehe sich die Gruppe des Tages formierte. Schließlich setzten sich Thino Willems (Sport Vlaanderen Baloise), Joey Rosskopf (Rally), Gianni Marchand (Tarteletto-Isorex), Jan-Willem van Schip (Beat Cycling) und Enzo Leijnse (DSM) nach rund 70 Rennkilometerm aus dem Feld ab.

Als die Spitze zum ersten Mal das Ziel rund 80 Kilometer vor Rennende passierte, lagen die vier Spitzenreiter noch rund eine Minuten vor dem Feld. Marchand war bereits aus der Spitze zurückgefallen.

Rund 58 Kilometer vor dem Ziel griff Victor Campenaerts (Qhubeka-Assos) aus dem Feld an und einige Fahrer gingen direkt mit. So formierte sich schnell eine große Verfolgeruppe, die schnell zur Spitze aufschloss.

Die neue Spitzengruppe: Sep Vanmarcke (Israel Start-Up Nation), Mark Cavendish, Bert Van Lerberghe (Deceuninck-QuickStep), Victor Campenaerts, Reinhardt Janse van Rensburg (Qhubeka-Assos), Kobe Goossens, Brent Van Moer (Lotto Soudal), Danny van Poppel (Intermarché-Wanty), Damien Touzé (AG2R), Jempy Drucker (Cofidis), Timothy Dupont (Bingoal), Kenny De Ketele, Thimo Willems (Sport Vlaanderen-Baloise), Tim Merlier (Alpecin-Fenix), Joey Rosskopf (Rally), Lorrenzo Manzin (Total Direct Energie), Donovan Grondin (Arkea-Samsic), Rasmus Tiller, Markus Hoelgaard (Uno-X), Jan-Willem van Schip (Beat), Maurice Ballerstedt (Jumbo-Visma), Enzo Leijnse (DSM).

Van der Poel offensiv

Mathieu van der Poel attackierte rund 40 Kilometer vor dem Ziel aus dem Feld und initiierte eine Verfolgergruppe. An der Spitze hielten sich die Teamkollegen von Van der Poel in der Tempoarbeit anschließend raus.

Auf dem schweren Kopfsteinpflasterstück rund 30 Kilometer vor dem Ziel schaffte die Gruppe um Van der Poel den Anschluss zur Spitze. Auch John Degenkolb gehörte zu den Fahrern, die gemeinsam mit Van der Poel den Sprung nach vorn schafften.

Immer wieder Campenaerts

Kurz bevor es in die letzte Runde ging, setzte sich erneut Stundenweltrekordhalter Campenaerts aus dem Feld ab. Im dezimierten Feld übernahm Deceuninck-QuickStep anschließend die Kontrolle. Als Campenaerts etwa 10 Kilometer vor dem Ziel eingeholt wurde, griff Dires de Bondt an, wurde aber schnell wieder eingeholt. Nun wagte Łukasz Wiśniowski (Qhubeka Assos) einen Angriff, wurde aber später auch wieder gestellt.

Van der Poel mit gebrochnem Lenker

Im letzten Kopsteinpfalster-Sektor, rund drei Kilometer vor dem Ziel wurde erneut angegriffen. Ex-Champion Florian Senechal forcierte das Tempo, aber Van der Poel ging sofort mit. Es löste sich eine kleine Gruppe um Senechal und Van der Poel. Doch Van der Poel hatte mit technischen Problemen zu kämpfen. Der Lenker seines Canyon war defekt und brach schließlich rund 1,5 Kilometer vor dem Ziel endgültig auseinander. Davon, dass Van der Poel nicht mit Tempo machte, profitierten die Verfolger und kamen wieder ran.

Tiller eröffnete früh den Sprint, aber Merlier war im Sprint der Stärkste und gewann das Rennen.