Das World-Tour-Feld teilt sich im März grob in zwei Teile – der eine fährt Paris-Nizza, der andere Tirreno-Adriatico. Egal welcher Fahrertyp man ist, beide Rennen bieten Chancen zu glänzen. Die meisten Fahrer stehen also vor der Wahl.

Ob man sich mit Blick auf die ganz großen Klassiker (Mailand-Sanremo steht bereits am 20. März an) im Anschluss für das französische Paris-Nizza entscheidet, oder lieber für den italienischen Weg, hängt von einigen Faktoren ab. Nicht nur das Interesse der Teams und Sponsoren beeinflusst die Wahl. Will man beim Neo-Klassiker Strade Bianche am Start stehen, muss man den italienischen Weg wählen. Tadej Pogacar, Julian Alaphilippe und auch Mathieu van der Poel wählten diesen Rennplan. Allerdings bleiben nach Tirreno-Adriatico nur zwei Erholungstage, ehe Mailand-Sanremo ansteht.

Lange Zeit stand Tirreno-Adriatico sehr im Schatten von Paris-Nizza, hat sich in den vergangenen Jahren aber immer mehr zur echten Alternative entwickelt. Das liegt auch daran, dass man das Rennen mit Blick auf Mailand-Sanremo so gestaltet, dass es die Top-Fahrer anlockt. Längere Etappen, Puncheur-Ankünfte und das obligatorische kurze Zeitfahren am Ende können viele Fahrer dabei als Teil der Trainingsvorbereitung sehen.

Doch Tirreno-Adriatico ist nicht nur ein Vorbereitungsrennen auf Mailand-Sanremo. Es hat unterdessen einen hohen Stellenwert und bringt reichlich UCI-Punkte, auch wenn der Gesamtsieg bei Paris-Nizza weiterhin prestigeträchtiger ist. Was auch daran liegt, dass der Parocurs der französischen Fernfahrt meist anspruchsvoller ist und mehr Klassementfahrer anlockt.

Top-Starterfeld

Die Startliste für die 56. Auflage kann sich sehen lassen. Tadej Pogacar, Simon Yates, Mikel Landa, Egan Bernal, Thibaut Pinot, Mathieu van der Poel, Greg van Avermaet, Sergio Higuita, Jakob Fuglsang, Nairo Quintana, Wout van Aert, Romain Bardet, Peter Sagan und viele andere Top-Fahrer stehen am Start. Das Feld ist fast prominenter besetzt, als das von Paris-Nizza. Es dürfte ein sehr interessantes Rennen werden.

Auch für die Sprints gibt es einige heiße Kandidaten. Caleb Ewan, Tim Merlier, Peter Sagan, Van der Poel, Wout Van Aert, Davide Ballerini, Fernando Gaviria, Elia Viviani, Max Kanter, Hugo Hofstetter, Andrea Pasqualon, Matteo Moschetti und auch Alvaro Hodeg sind am Start.

Die Strecke

Tirreno-Adriatico Profil 2021

Traditionell führt das “Rennen zwischen den Meeren” von der tyrrhenischen Küste zur Adria. So ist es auch in diesem Jahr. Zwei Sprintmöglichkeiten, eine echte Bergankunft, das Zeitfahren zum Abschluss und drei Abschnitte für Klassikerspezialisten und Puncheure bieten für alle Fahrer aussichtsreiches Terrain.

Zum Auftakt darf man mit einem Sprint rechnen, am zweiten Tag sind die Puncheure gefragt. Im Finale der dritten Etappe ist bergauf ebenfalls Punch gefragt. Am vierten Tag wird wohl eine Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg fallen. Dann geht es zum Ziel 14,6 Kilometer mit durchschnittlich 7% bergauf.
Die Etappen fünf und sechs lassen Spielraum für verschiedene Szenarien. Die Sprinter können sich dabei vor allem am sechsten Renntag Hoffnungen machen.
Das Zeitfahren zum Abschluss ist mit 10km nicht sehr lang. Hier wird endgültig die Entscheidung ums Podium fallen.

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MärzEtappekm
10Mittwoch1a tappaLIDO DI CAMAIORE – LIDO DI CAMAIORE156
11Donnerstag2a tappaCAMAIORE – CHIUSDINO202
12Freitag3a tappaMONTICIANO – GUALDO TADINO219
13Samstag4a tappaTERNI – PRATI DI TIVO148
14Sonntag5a tappaCASTELLALTO – CASTELFIDARDO205
15Montag6a tappaCASTELRAIMONDO – LIDO DI FERMO169
16Dienstag7a tappaSAN BENEDETTO DEL TRONTO ITT10,1
TOTALE KM 1.109,1

Die Favoriten

Es sind einige starke Kletterer am Start, denen die Bergankunft in Prati di Tivo liegen dürfte. Pogacar, Bernal und auch Nairo Quintana haben gezeigt, dass sie bereits in guter Form sind. Pogacar fährt sehr beeindruckend, gewann die UAE Tour und bewies auf den Schotterstraßen von Strade Binache, dass er bärenstark ist. Ebenso Egan Bernal. Ein heißer Tipp fürs Podium sind auch João Almeida und Mikel Landa. Vor allem Almeida dürfte das Terrain liegen.

***** Tadej Pogacar
**** Egan Bernal, João Almeida
*** Jakob Fuglsang, Sergio Higuita, Julian Alaphilippe
** Nairo Quintana, Mikel Landa, Pello Bilbao, Geraint Thomas, Thibaut Pinot
* Vincenzo Nibali, Wout van Aert, Giulio Ciccone, Ilnur Zakarin, Daniel Felipe Martínez

Startliste bei PCS
Website: tirrenoadriatico.it