Pogacar – Ausrufezeichen und Artistik

Was Tadej Pogacar beim Auftaktzeitfahren ablieferte war beeindruckend. Im strömenden Regen ließ er es flott angehen, nahm auch in den Kurven Risiko, wenn offenbar auch richtig kalkuliert. Er war der schnellste Klassementfahrer, brummte Roglic direkt 9 Sekunden auf. Geraint Thomas verlor fast 20 Sekunden und Aleksandr Vlasov fast eine halbe Minute. Das war ein Ausrufezeichen des Titelverteidigers. Er ist bereit, den Hattrick zu holen, so die Botschaft an die Konkurrenz.
Doch auch er muss gesund bleiben, um die Stürze der Tour drumrumkommen. Wie knapp es werden kann, sah man am zweiten Tag. Artistisch wich er aus, fuhr dennoch mit der Hand in die Gitter und die Reifen platt – konnte aber den Sturz verhindern. Das war nicht nur Glück. Drei Tage der kniffligen ersten Woche hat er geschafft, mehr als ordentlich hinter sich gebracht. Doch es warten nach dem Ruhetag noch zwei weitere knifflige Etappen. Dort wird er besonders gefordert sein, ehe es in das Terrain geht, was ihm liegt, und er wohl der Beste ist.

