Zwei starke Debütanten

In der kleinen Gruppe, die am Ende ums Podium sprintete, steckten zwei Ronde-Neulinge. Die beiden US-Amerikaner Matteo Jorgenson und Neilson Powless. Beide gingen top motiviert und in super Form an den Ronde-Start. Sie lieferten ein super Rennen ab und übertrafen die Erwartungen.
„Fahr ohne Emotionen“, gab Andreas Klier (Sportlicher Leiter EF Education EasyPost) Neilson Powless mit auf den Weg. Ruhig und kalkulierend bleiben, sich nicht mitreißen lassen oder überschwänglich Energier verschwenden. Powless fuhr ein starkes Rennen, war bei der Konter-Attacke dabei und lieferte ab. Am Ende darf er mit Rang fünf mehr als zufrieden sein. Eigentlich ist der US-Amerikaner eher ein Mann für Ardennen-Klassiker, oder die längeren Berge – doch sein Debüt bei der Ronde war sehr beeindruckend. Mit etwas mehr Erfahrung ist er im kommenden Jahr vielleicht sogar zu noch mehr im Stande.
Matteo Jorgenson war auch in der Verfolgergruppe, wurde am Ende Neunter. Er war völlig platt und nicht mehr im Stande, im Sprint mehr rauszuholen. Er hatte die Konter-Attacke am Molenberg zunächst verpasst, wollte aber unbedingt dort dabei sein. Er ballerte anschließend den Berendries All Out hinauf und schaffte gemeinsam mit Benoît Cosnefroy tatsächlich noch den Anschluss. Dabei verballerte er aber so viel Energie, dass ihm am Ende der Saft ausging. Doch ganz sicher zieht auch er eine Menge Motivation aus diesem Auftritt. Erst 23 Jahre ist Jorgenson alt, hat noch einige Rennen in Flandern vor sich. Gut möglich, dass er irgendwann selbst ums Podium fährt. Viel scheint dafür schon jetzt nicht mehr zu fehlen.
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