Zurück
Nächste

Jumbo-Visma – Alles für Wout geht nicht auf

Mathieu van der Poel drückt drauf, Van Aert ist abgehängt

Am Kruisberg konnte Wout van Aert die Attacke von Mathieu van der Poel nicht parieren. Er fiel zurück und war so aus dem Rennen um den Sieg. Zuvor war er im Rennen gestürzt, wenn auch nicht sehr schwer. Dort fehlte ihm die Kraft, Van der Poel und Pogacar zu folgen. Dass er im Sprint um Platz drei noch das Podium verpasste, wird ihn schmerzen.

Das Team Jumbo-Visma hatte die Pflasterrennen bislang dominiert. Die holten einen Sieg nach dem anderen und so waren sie die ganz großen Favoriten für die Ronde. Doch dort agierte man nun anders, als in den Rennen zuvor. Stets bestimmte das Team die Rennen. Sie gingen mit mehreren Fahrern in die Offensive, setzten die Konkurrenz unter Druck. Bei der Ronde agierten sie so, als gäbe es nur einen Plan: Alles für Wout van Aert.

Ein kluger Move war der Sprung von Laporte zu Pogacar, nach der zweiten Kwaremont-Passage. Das setzte Van der Poel unter Druck. Auch hatte Jumbo-Visma mit Nathan Van Hooydonck einen Mann in der Konter-Attacke um Pedersen, Küng und Powless. Doch dieser agierte eher als Absicherung. Es gelang ihnen nicht, wie bei den vielen Siegen zuvor, offensiv und aggressiv der Konkurrenz ihr Rennen aufzudrängen.

So gab es für Jumbo-Visma und einen möglichen Ronde-Erfolg nur eine Frage: Ist Wout stark genug, im direkten Kampf gegen Van der Poel und Pogacar zu bestehen? Die Antwort ist nein. Er war es nicht und so verpasste Jumbo-Visma beim größten flämischen Klassiker den Sieg, nachdem man bislang alle Pflasterrennen dominiert hatte. Bitter, vor allem für Wout van Aert, dessen Sieg gefühlt halb Flandern schon fest eingeplant hatte.

Zurück
Nächste