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Oh, Movistar

Weder bei Paris-Nizza, noch bei Tirreno-Adriatico konnte das Team Movistar Erfolg einfahren. Rang drei von Davide Cimolai zum Abschluss von Tirreno-Adriatico war das einzige Top5 Resultat. Mal in einer Fluchtgruppe dabei, aber sonst trat man kaum in Erscheinung, war kein Faktor im Rennen.

Enric Mas wurde Gesamtzwölfter bei Tirreno-Adriatico, Will Barta 15. bei Paris-Nizza. Dabei war man durchaus mit starken Teams bei den Rennen am Start – Mas, Barta, Formolo, Guerreiro, Jakobs Cortina, Cavagna, Norsgaard – sie waren im Einsatz.

Immer mal wieder setzte man 2024 Akzente, konnte dank des extrem starken Oier Lazkano durchaus auch glänzen, aber insgesamt ist das spanische Team viel zu selten prägender Faktor der Rennen. Man ist im Mittelfeld verschwunden, hat neben den etablierten Kräften mit Rubio, Romo, Romeo, Sánchez & Co durchaus talentierte Fahrer. Doch die Zeiten, in denen die traditionsreiche Equipe bei den großen Rennen der Faktor war, scheinen vorbei. Wer diese Mannschaft seit Jahrzehnten mit Sympathien verfolgt, schüttelt vermutlich hin und wieder enttäuscht den Kopf.

Durchaus ein schleichender Prozess – besonders bitter: bei Paris-Nizza und Tirreno-Adriatico wirkte es fast normal, dass sie kaum in Erscheinung traten. Wie viele Fans außerhalb Spaniens werden sich wohl die Frage gestellt haben: Wo ist eigentlich Movistar?

Als die Movistar-Teamleitung bei Paris-Nizza den 24-jährigen Matteo Jorgenson souverän gewinnen sah, dürften sie gemischte Gefühle gehabt haben. Vier Jahre gehörte er zu ihrem Team, entwickelte sich stetig weiter. Halten konnte man ihn nicht. Nun gehört er zur absoluten Weltspitze, während man selbst hinterherfährt.

Es wirkt fast so, als habe das einst so bedeutungsvolle und glorreiche Team Movistar endgültig den Anschluss verloren. Einmal abgehängt, ist der Weg zurück an die Spitze extrem steinig, zudem mit der aktuellen Entwicklung auch sehr, sehr teuer. Wo geht es hin, für Movistar? Man darf gespannt sein.

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