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5 Hot Takes von Daniel Beck

Aleksandr Vlasov bester „Red Bulle“

Auch wenn die Devise in Raubling „Alles für Roglic lautet“, so wird Aleksandr Vlasov am Ende bestplatzierter Profi des Teams Red Bull-bora-hansgrohe in der Gesamtwertung sein. Denn der Neuzugang wird auf den hektischen Etappen zu Beginn oder auf der Gravel-Etappe ins Hintertreffen geraten und viel Zeit verlieren. Vlasov wird danach die alleinige Kapitänsrolle übernehmen und aufgrund seiner Zähigkeit am Ende zumindest wie schon 2022 in die Top fünf kommen.

Alexander Kristoff holt sich seinen fünften Tour-Etappensieg

Der Oldie aus dem Uno-X Mobility-Team macht es noch einmal. Nach seinen Etappensiegen 2014 (2 x), 2018 und 2020 steht er auch in diesem Jahr einmal auf dem Treppchen. Es wird nicht nach einer klassischen Sprint-Etappe sein, da fehlt ihm mittlerweile die Explosivität. Aber der Norweger, der in diesem Jahr schon drei Saisonsiege auf seinem Konto hat, kann sich quälen und trotzt widrigen Bedingungen. Gibt es also eine Regenschlacht oder ist das Geläuf rau, wie auf dem Gravelabschnitt rund um Troyes, wird mit ihm zu rechnen sein. 

Derek Gee holt sich das Bergtrikot

Der Kanadier ist die Entdeckung der Dauphine. Zu einer guten Platzierung im Gesamtklassement wird es aber bei seiner Tour-Premiere nicht reichen, da er auf den ersten beiden Klassiker-Etappen schon viel Zeit verliert. Das eröffnet gibt ihm aber die Möglichkeit, in Ausreißergruppen zu gehen und sich daraus die Bergenwertungen zu holen. Gut möglich, dass der Israel -Premier Tech-Profi bereits auf Etappe vier kräftig Punkte fürs Polka Dot-Jersey einsammelt, das er dann am Ende in Nizza auch gewinnen wird.

Höhenhotelier „Simoni“ gewinnt Souvenir Henri Desgranges 

Da ist sicher auch der Wunsch Vater des Gedankens, aber Simon Geschke fährt als Erster über das Dach der Tour und holt sich am Cime de la Bonnette auf 2.802 Metern den hochdotierten Bergpreis. Wie auch schon beim Giro d’Italia wird „Simoni“ ruhiger in die Rundfahrt starten, dann aber in der zweiten und dritten Woche sich einzelne Etappen rauspicken, in denen er in die Fluchtgruppe geht. Darunter auch der 19. Abschnitt. Vielleicht reicht es am Ende auch für den Etappensieg in Isola 2000 auf Geschkes Abschieds-Tour. 

WvA, MvdP und Mads Pedersen fahren die Tour nicht zu Ende

Die großen drei Klassiker-Protagonisten erreichen Nizza nicht. Zu wichtig wird für Mathieu van der Poel, Wout van Aert und Mads Pedersen die Vorbereitung auf das Olympische Straßenrennen in Paris sein, das nur zwei Wochen später stattfindet. Die letzten schweren Etappen in der Schlusswoche im Eco-Modus oder gar leicht angeschlagen zu absolvieren, wird für das Trio wenig Sinn machen. Zudem laufen sie Gefahr bei einer dreiwöchigen Rundfahrt, etwas an ihrer Explosivität zu verlieren, die sie aber für ein klassisches Eintagesrennen benötigen. Also: spätestens ab Etappe 18. mit dem Ziel in Barcelonette wird Schluss sein. 

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