Thymen Arensman (Foto: © Cor Vos)

Satte 28 Siege hat das Team Ineos Grenadiers in dieser Saison eingefahren – doppelt so viele wie im Vorjahr! Es war eine sehr ordentliche Saison des britischen Teams, das nun schon seit Jahren ein wenig im Umbruch ist. Die großen Sky-Zeiten mit Toursiegen in Serie sind vorbei. Der Radsport hat sich verändert, die Ineos-Equipe sich Schritt für Schritt ebenso. Nach mehrfachem Umbau in der Führungsetage und einer Findungsphase trieb man die Verjüngung des Kaders voran, holte zu den erfahrenen Eckpfeilern junge Talente. Das zahlt sich nun aus.

Tarling, Watson, Arensman, Sheffield, Turner … die neue Ineos-Generation steuerte große Erfolge bei. Bei jeder Grand Tour feierte man Etappensiege, bei der Tour de France sogar zwei. Insgesamt 13 Siege auf WorldTour-Level – neben UAE haben nur drei Mannschaften mehr Erfolge auf Top-Level geholt. Doch nicht alles lief ideal. In der Gesamtwertung spielte man bei den Grand Tours keine Rolle. Nur beim Giro d’Italia konnte man am Ende in den Top10 landen. Bei einwöchigen Rennen hingegen landete man auf dem Podium – bei Paris-Nizza durch Thymen Arensman, bei Tirreno-Adriatico und der Tour of the Alps durch Filippo Ganna. Ganna holte zudem bei den Eintagesrennen gute Ergebnisse – darunter auch Rang zwei bei Mailand-Sanremo, Podium beim E3-Prijs, Top10 bei der Ronde.

Weiter im Umbruch

Die Saison 2025 war insgesamt ein Schritt nach vorn, auch wenn sich das nicht in Positionen im Teamranking ausdrückt. Die jungen Fahrer drängen nach vorn, die Mannschaft präsentiert sich offensiv und agiert ganz anders, als zu den defensiven Sky-Jahren. Nun verlassen einige weitere Eckpfeiler das Team. Geraint Thomas, Michal Kwiatkowski, Ben Swift, Omar Fraile, Salvatore Puccio, Jonathan Castroviejo – sie alle verlassen die Mannschaft. Sie machen endgültig Platz für die neue Generation. Diese muss nun liefern, steht ab jetzt anders im Fokus, als in der Vergangenheit.

Im Kader von Ineos Grenadiers steckt weiter reichlich Potenzial und man darf gespannt sein, ob es gelingt, mit den jungen Talenten den nächsten Schritt zu machen. In Sachen Gesamtwertung bei den Grand Tours wird es nicht einfacher, aber mit der offensiven und attraktiven Fahrweise hat die Mannschaft sich ein neues Image gegeben und wird dies wohl auch 2026 so fortsetzen wollen. Man darf gespannt sein, wie gut das gelingt.