Transfers
Zugänge: Tiesj Benoot, Olav Kooij, Cees Bol, Gregor Mühlberger, Tobias Lund Andresen, Matthew Riccitello, Daan Hoole, Robbe Ghys, Antoine L’Hote
Abgänge: Sam Bennett, Benoît Cosnefroy, Andrea Vendrame, Dorian Godon, Dries de Bondt, Victor Lafay, Bruno Armirail, Clément Berthet, Nans Peters, Geoffrey Bouchard, Bastien Tronchon
Kader Decathlon CMA CGM 2026
Mehr als ein Drittel des Kaders wurde ausgetauscht – man darf durchaus von einem Umbruch sprechen. Das Unternehmen Decathlon hat das Team übernommen, verfolgt ehrgeizige Ziele und investiert in Material und natürlich auch den Kader. Mit Olav Kooij konnte man sich einen der begehrtesten Sprinter sichern, mit Tobias Lund Andresen einen weiteren endschnellen Mann holen und mit Matthew Riccitello eines der Top-Klettertalente verpflichten. Die Mannschaft verändert sich, auch weil Eckpfeiler und Identifikationsfiguren das Team verlassen. Nans Peters beispielsweise beendete seine lange Karriere, nachdem er diese komplett im Team verbrachte – zunächst ab 2013 im Nachwuchsteam, dann neun Jahre als Profi. Ähnlich ist es bei Benoît Cosnefroy, der nach mehr als 10 Jahren im Team zu UAE wechselt.
Insgesamt betrachtet hat sich das Team gezielt verstärkt, vor allem was die Sprints betrifft. Neben Kooij kommt auch der schnelle Lund Andresen. Und Kletter-Talent Riccitello gibt der GC-Fraktion um Paul Seixas und Felix Gall zusätzlich Breite – man ist nun für die Berge wirklich gut aufgestellt. Mit Mühlberger, Hoole und Benoot kommen erfahrene Kräfte.
Schlüsselfahrer
Die Top-Fahrer sind Sprinter Olav Kooij, Kletterer Felix Gall und Megatalent Paul Seixas. Kooij soll bei den Sprints für die Siege sorgen, Gall seine Qualitäten bei den Grand Tours (vor allem Giro) ausspielen und Seixas den nächsten Schritt in Richtung Weltspitze machen. Auch die zweite Reihe ist stark besetzt und kann durchaus für Erfolge sorgen, doch vor allem Kooij und Gall sind gefordert.
Stärken
Die neue Stärke des Teams ist die Breite des Kaders. Mit Kooij hat man einen Top-Sprinter geholt, der für einige Siege sorgen kann. Dazu ist man mit Gall und Riccitello für die Grand Tours gut aufgestellt. Die Klassiker kann man mit Bissegger, Benoot, Naesen und Dewulf angreifen, hat für die hügeligen Rennen Lapeira, Seixas oder auch Bisiaux. Für jedes Terrain ist man gut aufgestellt, hat viele hungrige Talente, die von erfahrenen Profis begleitet werden können.
Schwächen
Auch wenn man in der Breite gut aufgestellt ist und für jedes Terrain starke Fahrer hat – abgesehen von den Sprints mit Kooij trifft man wohl stets auf potenziell stärkere Konkurrenz. Hier gilt es realistische Erwartungen zu fixieren und den Talenten Zeit zu geben. Der Umbruch im Team (auch abseits des Fahrer-Kaders) wird zudem vielleicht auch etwas Zeit in Anspruch nehmen, sodass man bei all den Veränderungen erst noch zusammenfinden muss.
Ziele
Man will Siege einfahren, zudem mit den Top-Fahrern gute Ergebnisse holen. Es soll nach vorn gehen, der nächste Schritt in Richtung Weltspitze gemacht werden und nach außen sichtbar sein. Zudem will man die Talente – allen voran Paul Seixas – auf der ganz großen Bühne etablieren.
Prognose
Das Team wird einen weiteren Schritt nach vorn machen, auch wenn dieser vielleicht kleiner ausfällt, als man bei diesem Potenzial erwarten könnte. Die Mannschaft (auch abseits des Fahrerpersonals) muss sich bei all dem Umbau zusammenfinden.


