Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) hat die vierte Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza gewonnen. Der Däne gehörte zur Spitzengruppe, löste sich rund einen Kilometer vor dem Ziel und holte sich bei der Bergankunft den Sieg. Er übernimmt auch die Gesamtführung des Rennens. Rang zwei ging an Daniel Martinez (Red Bull-Bora-hansgrohe), Dritter wurde sein Teamkollege Tim van Dijke.

Bei starkem Wind und Regen war das Feld früh auseinander gefallen. Zur großen Spitzengruppe zählten einige Favoriten. Das Team Red Bull-Bora-hansgrohe war mit mehreren Fahrern vorn vertreten und machte das Tempo. Bei einem Sturz teilte sich die Spitzengruppe – auch der Gesamtführende Juan Ayuso (Lidl-Trek) kam zu Fall und musste das Rennen aufgeben. Vingegaard holte den Tagessieg und das Gelbe Trikot.

In der Gesamtwertung liegt Vingegaard nun vor Martinez und Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost), der ebenfalls zur großen Spitzengruppe gehört hatte, durch den Sturz in den Ayuso involviert war, zwar aufgehalten, fuhr er dann allein zum Ziel und wurde Tagesfünfter.


Die Etappe: 195 Kilometer lang, mit einer kurzen Bergankunft am Ende.

Profil der 4. Etappe von Paris-Nice 2026
(Foto: ©ASO)

Was sonst so passierte:
Bei Wind und Regen und brach das Feld früh auseinander. An der Spitze waren einige der Favoriten, hinten aber auch Fahrer, die weit vorn in der Gesamtwertung liegen – beispielsweise Kevin Vauquelin.

Die Spitze:
Visma-Lease a Bike: Vingegaard, Affini
Red Bull-Bora-Hansgrohe: Martinez, Thornley, T. Van Dijke, M. Van Dijke
Ineos Grenadiers: Onley, Kwiatowski, Tarling, Watson
UAE Team: McNulty, Heregodts, Politt
Lidl Trek: Ayuso, Soderqvist, Vacek
Groupama-FDJ: Gaudu, Jacobs, Russo
Movistar: Romeo, Castrillo, Garcia Pierna, Hessmann
Soudal Quick-Step: Eenkhoorn
NSN: Van Asbroeck
Decathlon CMA CGM: Hoole
Jayco ALUla: Ackermann, Mezgec
Tudor: Trentin
EF Education-EasyPost: Asgreen, Steinhauser
Picnic PostNL: Märkl
Uno-X: Leknessund, Loland, Tiller, Træen
Pinarello-Q36.5: Zukowsky
Alpecin-Premier Tech: Plowright
Lotto Intermarché: Giddings

Der Rückstand des zweiten Feldes pendelte lange um eine Minute. Vauquelin versuchte es am ersten Anstieg des Tages mit einem Angriff, den Anschluss nach vorn herzustellen. Doch das gelang nicht. Er spannte mit Lenny Martinez zusammen.

Etwas weniger als 50 Kilometer vor dem Ende ereignete sich ein Sturz in der Spitzengruppe. Auch der Gesamtführende Ayuso stürzte schwer. An der Spitze verblieben die Fahrer von Red Bull-Bora-hansgrohe – die auch zuvor das Tempo bestimmt hatten – Denz, die Van Dijke Brüder mit Kapitän Dani Martinez. Dazu Mathias Vacek und Jonas Vingegaard. Der Rest lag nach dem Sturz in der Verfolgergruppe. Vacek fiel wenig später zurück, so verblieben nur die Red-Bull-Fahrer und Vingegaard vorn.

Beim Zwischensprint holte sich Vingegaard sechs Bonussekunden, Martinez vier. Vorn drückte weiter das Team von Daniel Martinez aufs Tempo, dahinter fuhr Georg Steinhauser inzwischen allein. Vauquelin schloss mit Lenny Martinez im Finale zur Gruppe um Oscar Onley auf.
Ein Kilometer vor dem Ende kam an der Spitze dann der Angriff von Vingegaard und er zog schnell davon. Vingegaard holt den Sieg und die Gesamtführung.

Die Erkenntnisse des Tages:

  • Starker Auftritt von Vingegaard. Am Anfang auf der Windkante aufmerksam, später beim Sturz von Ayuso nicht involviert und am Ende der Stärkste. Er ließ die Red-Bull-Jungs das Tempo machen und lauerte auf seine Chance – für ihn stets eine gute Konstellation. Optisch ein Hingucker waren seine zwei Hosen – es war schlicht keine Zeit, die lange Hose auszuziehen.
  • Ein heftiges Rennen, brutal hart ab Start, bei widrigen Bedingungen. Das könnte für einige Fahrer noch nachwirken.
  • Pech für Onley – kurz vor dem Sturz in der Spitzengruppe war Onley nach einem Defekt zurückfallen. Dann fiel die Spitze durch den Sturz auseinander und auch Onley hatte Mühe, zurückzukommen. Später musste er dann auch die Gruppe von Vauquelin ziehen lassen.
  • Vauquelin bockstark, aber er verpasste zu Beginn die erste Gruppe – bitter!
  • Juan Ayuso musste das Rennen aufgeben, wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert – ein ganz bitterer Moment für ihn und das Team Lidl-Trek.
  • Steinhauser mit guter Leistung! Er liegt in der Gesamtwertung nun aussichtsreich und kann um ein Top-Resultat bis Nizza kämpfen. Er trägt nun das Weiße Trikot.

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