
Am Mittwoch wurde der Kampf um den Tagessieg im Massensprint entschieden und Tobias Lund Andresen holte sich souverän den Sieg. Wer am Donnerstag auf dem vierten Teilstück jubeln möchte, braucht in jedem Fall eine gewisse Bergfestigkeit. Es ist zwar keine superschwere Bergetappe, hat aber immerhin fast 2800 Höhenmeter. Die langen Anstiege zu Beginn des Teilstücks sind nicht extrem schwer, doch im Finale warten mehrere kurze, aber giftig steile Rampen. Die letzte dann nur knapp 15 Kilometer vor dem Ziel – diese ist mehr als eineinhalb Kilometer lang und im Schnitt achteinhalb Prozent steil. Ein Sprungbrett für die finale Attacke? Möglich! Die letzten neun Kilometer sind komplett flach – hier besteht schon die Chance, eine Lücke zu schließen.
Im Kampf um die Gesamtwertung sind eher die Etappen am Freitag und Samstag von Bedeutung, dann geht es deutlich mehr auf und ab.
Die Vorschau wird präsentiert vom Hotel HAUS AM HANG – das Rennrad-Hotel am Kalterer See in Südtirol
Die Strecke

Es geht zur Küste, aber auf anspruchsvollem Parcours! Die Etappe beginnt mit zwei klassischen Apennin-Anstiegen – Ovindoli und Valico delle Capannelle. Zwei durchaus lange Steigungen, die man nicht unterschätzen sollte. Danach folgt eine lange Abfahrt in Richtung Küste.
Doch bevor es ins flache Finale geht, stehen noch steile Rampen an – die „Muretti“. Es geht steil hinauf zum Castellalto, zum Mosciano Sant’Angelo und dann kurz vor dem Ende zur „Tortoreto-Wand“ an der Via Badetta. Hier geht es stellenweise mit 20 % bergauf. Am Ende geht es dann etwas mehr als acht Kilometer flach zum Ziel.
Die Favoriten
Bergfeste Sprinter, oder endschneller Klassikerfahrer, oder doch die Top-Sprinter? Wer am Ende die Chance bekommt, um den Tagessieg zu spurten, hängt maßgeblich von der Fahrweise auf den letzten 55 Kilometern ab. Wird in den Anstiege Vollgas gegeben und immer wieder attackiert, können die Sprinter schnell in Probleme geraten. Fahrer wie Mathieu van der Poel haben wohl keine großen Probleme, an den kurzen Steigungen zu folgen, doch bei Welsford, Milan und Lund Andresen ist das sicher anders.
Wird in den kurzen Anstiegen munter attackiert, kann sich vielleicht eine Gruppe lösen und am Ende den Sieg unter sich ausmachen. Fahrer mit großer Endschnelligkeit, die aber auch eine gewisse Bergfestigkeit mitbringen, gibt es im Tirreno-Peloton einige! Paul Lapeira, Wout van Aert, Corbin Strong, der angesprochene Van der Poel natürlich auch. Auch Jasper Philipsen zeigte sich zuletzt sehr bergfest – die heftigen Rampen aber dürften für ihn wohl doch zu heftig und etwas lang sein. Andrea Vendrame ist ein Fahrer, den man im Auge behalten sollte. Dazu zählen die Spezialisten für hügelige Rennen und endschnelle GC-Fahrer wie Del Toro zum Favoritenkreis.
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**** Van der Poel, Del Toro, Vendrame, Lapeira
*** Kron, Ciccone, Van Aert, Strong, Champoussin, Pinarello
** Johannessen, Adrià, Pellizzari, Jorgenson, Healy
* Roglic, Lund, Philipsen, Gabioli, Bittner, Del Grosso
TV: Live-Bilder ab 13:05 Uhr


