Harold Tejada (Foto: © Cor Vos)

Harold Tejada (XDS Astana) hat die sechste Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza gewonnen. Der Kolumbianer löste sich knapp fünf Kilometer vor dem Ziel aus dem dezimierten Feld und siegte als Solist. Rang zwei ging an Dorian Godon (INEOS Grenadiers), der den Sprint der Verfolger vor Lewis Askey (NSN Cycling) gewann.

In der Gesamtwertung bleibt Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) vorn. Er führt weiter vor Daniel Felipe Martínez (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost).


Das Rennen: Eine wellige Etappe nach Apt.

Profil der 6. Etappe von Paris-Nice 2026
(Foto: ©ASO)

Was sonst so passierte:

Nach dem Start wurde attackiert, aber es dauerte lange, ehe sich eine Gruppe etwas mehr als ein paar Sekunden lösen konnte. Josh Tarling (Ineos Grenadier), Igor Arrieta (UAE Team Emirates), Steff Cras (Soudal Quick-Step) und Arthur Kluckers (Tudor) lösten sich nach mehr als 40 Kilometern, doch das Feld hielt sie an der kurzen Leine. Die Cofidis-Mannschaft machte die Nachführrarbeit und reduzierte nach und nach den Rückstand.

Die Spitze brach auseinander und kämpfte verbissen darum, sich vorn zu halten. In der Verfolgung machte vor allem das Lidl-Trek-Team im Finale die Arbeit. Die Ausreißer verkauften sich teuer, doch in der letzten Steigung kurz vor dem Ziel wurden auch Tarling und Arrieta eingeholt und durchgereicht. Lenny Martinez attackierte in der Steigung, kam aber nicht weg. Tejada setzte den Konter und zog davon zum Etappensieg.

Die Erkenntnisse des Tages:

  • Genau im richtigen Moment kam die Konter-Attacke von Tejada! Perfekt gesetzt und dann stark durchgezogen – Saisonsieg Nummer eins für den Kolumbianer. Für das Astana-Team ist es nach dem Erfolg von Max Kanter bereits der zweite Tageserfolg bei diesem Rennen!
  • Das dezimierte Lidl-Trek-Team investierte viel Energie in der Verfolgung, in der letzten Steigung war es für Vacek gegen die echten Bergfahrer erwartungsgemäß schwer. Am Ende reichte es im Sprint um Platz zwei für Vacek nicht für einen Top10-Platz.
  • Vingegaard erneut sehr souverän. Im Finale stets gut in Position und aufmerksam – souveräne Vorstellung.