
Michael Valgren (EF Education – EasyPost) hat die fünfte Etappe von Tirreno-Adriatico gewonnen. Der 34-jährige Däne gehörte zur Ausreißergruppe des Tages, hängte im Finale seinen letzten Begleiter, Julian Alaphilippe (Tudor) ab und siegte als Solist. Rang zwei ging an Issak del Toro (UAE Team Emirates – XRG), der sich im Sprint gegen Matteo Jorgenson (Team Visma | Lease a Bike) durchsetzte. Sie hatten sich kurz vor dem Ziel aus der kleinen Favoritengruppe abgesetzt.
Del Toro übernimmt damit wieder die Gesamtführung. Er liegt nun 23 Sekunden vor dem bisherigen Leader Giulio Pellizzari (Red Bull-Bora-hansgrohe). Jorgenson ist mit 34 Sekunden Rückstand auf Del Toro Gesamtdritter.
Das Rennen: 184 anspruchsvolle Kilometer von Marotta-Mondolfo nach Mombaroccio.

Was sonst so passierte:
Acht Fahrer bildeten die Ausreißergruppe des Tages. Edward Planckaert, Emiel Verstrynge (Alpecin – Premier Tech), Joan Bou (Caja Rural-Seguros RGA), Jack Haig (Ineos Grenadiers), Georg Zimmermann (Lotto Intermarché), Sjoerd Bax (Pinarello Q36.5), Michael Valgren (EF Education – EasyPost) und Julian Alaphilippe (Tudor). Im Feld machte zunächst Red Bull-Bora-hansgrohe das Tempo. Rund 50 Kilometer vor dem Ende übernahm im Feld das UAE-Team die Tempoarbeit.
25 Kilometer vor dem Ende lösten sich vorn Alaphilippe und Valgren. Das Feld verkürzte nach und nach den Rückstand. Rund sechs Kilometer vor dem Ende hängte Valgren Alaphilippe ab, zog durch und holte sich den Sieg. Del Toro versuchte sich mit Angriffe aus der Favoritengruppe zu lösen, das gelang zunächst jedoch nicht und er musste nach den ersten Attacken dann ohne Helfer in der Favoritengruppe selbst das Tempo machen. Im letzten Steilstück konnte er dann abgesehen von Jorgenson die Konkurrenz doch abhängen.
Die Erkenntnisse des Tages:
- Valgren mit einem starken Rennen, profitierte ein wenig davon, dass Del Toro keine Helfer mehr hatte. Sein erster Sieg seit 2021, der erste seit seinem schweren Sturz vor rund dreieinhalb Jahren.
- Del Toro spannte seine Kollegen ein, war dann im tiefen Finale allein. Dennoch hängte er Pellizzari ab und schlüpft wieder ins Leader-Trikot – ein erfolgreicher Tag.
- Alaphilippe erneut mit starkem Auftritt, allerdings reichte es nicht, um bei Valgren zu bleiben. Fair gratulierte Alaphilippe im Ziel dem Tagessieger.
- Pellizzari erneut stärker als Roglic. Viel helfen konnte der Routinier dem jungen Italiener nicht, beide liegen aber weiter aussichtsreich in der Gesamtwertung. Die Bergankunft am Samstag wird zeigen, ob sie am Ende auf dem Podium landen können.
- Giulio Ciccone im welligen Finale stark – in Richtung Ardennen-Klassiker scheint die Form ansprechend.
- Johannessen mutig und stark – bringt sich am Ende in der Gesamtwertung etwas näher ans Podium. Der Rückstand zu Pellizzari ist recht groß und Jorgenson bislang stärker. Das Podium ist nicht unmöglich, aber eine sehr schwere Aufgabe.
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