
Dorian Godon (INEOS Grenadiers) hat den Auftakt der 105. Volta Ciclista a Catalunya gewonnen. Im Sprint des dezimierten Feldes setzte sich der Franzose knapp vor Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) durch. Dritter wurde Thomas Pidcock (Pinarello Q36.5 Pro Cycling).
Auf der ansteigenden Zielgeraden setzte sich Pidcock früh an die Spitze, wurde von Evenepoel dann rund 250 Meter vor dem Ziel links überholt. Godon nutzt den Windschatten Evenepoels gut aus, zog vorbei und holte sich den Etappensieg. Damit setzt sich Godon auch an die Spitze der Gesamtwertung, liegt dank der Bonifikation vier Sekunden vor Evenepoel, sechs vor Pidcock.
Dorian Godon overhauls Remco Evenepoel in an endless uphill sprint 🤯
— Cycling on TNT Sports (@cyclingontnt) March 23, 2026
The Frenchman wins the opening stage of the Volta Catalunya. pic.twitter.com/QT3OiyMQuX
„Die letzten 50 Meter haben sich angefühlt wie eine Stunde“, sagte der Tagessieger nach dem Rennen. „Es war sehr hart am Ende. Sie haben 400 Meter vor dem Ende den Sprint eröffnet. Ich habe Remco (Evenepoel) dann etwas zu früh überholt, es wäre besser etwas zu warten, phu, es war so hart“, so Godon. „Ich kenne die Anfahrt sehr gut. Ich war hier zwei Mal Vierter und wusste, irgendwann werde ich hier gewinnen. Heute war mein Tag“, so Godon mit einem Lachen.
Das Rennen: 172,7 Kilometer mit Start und Ziel in Sant Feliu de Guíxols.
Was sonst so passierte:
Baptiste Veistroffer (Lotto-Intermarché), Hugo Aznar (Equipo Kern Pharma), Unai Aznar (Euskaltel-Euskadi), Josh Burnett (Burgos Burpellet BH) und Iyler Stites (Modern Adventure Pro Cycling). Das Feld kontrollierte den Rückstand, vor allem das Ineos-Team machte das Tempo. Als es etwas mehr als 20 Kilometer vor dem Ende auf die wellige Küstenstraße ging, fiel die Spitze auseinander. Im Feld machte das Lidl-Trek-Team das Tempo, dann übernahm die UAE-Mannschaft. Die Ausreißer wurden nach und nach eingeholt.
Die Erkenntnisse des Tages:
- Godon war einer der Top-Favoriten für diese Etappe und er spielte seine Karten stark aus! Starkes Finale, verdienter Sieg!
- Starker Sprint von Remco Evenepoel, der top motiviert in Katalonien zeigen will, was er drauf hat. Verheißungsvoller Start, doch an den langen Bergen wird sich zeigen, ob er im Kampf um den Gesamtsieg eine Rolle spielen kann.
- Jonas Vingegaard zeigte sich im Finale extrem aufmerksam, fuhr stets weit vorn und am Ende sogar die letzten Meter der Abfahrt ganz vorn an der Spitze des Feldes. Der Däne wollte allen Problemen aus dem Weg gehen, ist stark genug, das über die Kraft zu regeln und sich auch ohne Helfer vorn zu halten. Er bleibt einer der Top-Favoriten auf den Gesamtsieg.
- Top10 für Henri Uhlig – das nächste starke Rennen des 24-Jährigen.
- Auch wenn das Feld recht groß war, das am Ende um den Tagessieg sprintete, es war eine harte Etappe, mit Wind und einem kniffligen Finale entlang der Küste. Das Level im Rennen extrem hoch, wie die Startliste erahnen lässt.
- Ausreißer Veistroffer holte sich das Bergtrikot – verdienter Lohn für eine kräftezehrende Flucht.
- Filippo Baroncini gab sein Comeback nach seinem schweren Sturz bei der Polen-Rundfahrt im vergangenen August. Für den früheren U23-Weltmeister ein besonderer Tag nach langer Leidenszeit.
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