Esteban Chaves (Orica-Greendege) hat die zweite Etappe der 70. Vuelta a Espana gewonnen. Der Kolumbianer siegt nach 158,7 Kilometern von Alhaurín de la Torre nach Caminito del Rey vor Tom Dumoulin (Giant-Alpecin). Dritter wurde Nicolas Roche (Sky).

Damit übernimmt Chaves auch die Führung in der Gesamteinzelwertung.

So lief das Rennen Kurz nach dem Start setzten sich sechs Rennfahrer ab. Nelson Oliviera (Lampre-Merida), Davide Villella (Cannondale-Garmin), Walter Pedraza (Team Colombia), Bert Jan Lindeman (LottoNL-Jumbo), José Gonçalves (Caja Rural) und Matteo Montaguti (Ag2r) hatten zwischenzeitlich mehr als drei Minuten Vorsprung. Doch das Feld ließ die Ausreißer an der kurzen Leine. Knapp 30 Kilometer vor dem Ziel kam es zu einem Massensrurz im Feld, in den auch Vincenzo Nibali (Astana) verwickelt war. David Tanner (IAM) erwischte es schwer, er blieb lange am Boden liegen, wurde ins Krankenhaus gebracht und musste das Rennen aufgeben. Das Feld zerbrach durch den Sturz in mehrere Gruppen. Nibali musste viel Kraft investieren, um ins Hauptfeld zurückzukommen. Im Schlussanstieg konnte Nibali dann mit den besten mithalten.

Cyril Gautier (Europcar) griff am Fuße des 5 Kilometer langen Schlussaufstiegs an und setzte sich einige Meter ab. Etwa 3 Kilometer vor dem Ziel setzte dann Tom Dumoulin (Giant–Alpecin) nach. Auch Nairo Quintana (Movistar), Nicolas Roche (Sky) und Luis Meintjens (MTN-Qhubeka) gingen mit. Meintjens musste zwei Kilometer vor dem Ziel reißen lassen. Esteban Chaves (Orica-Greenedge) schloss zur Spitze auf und erhöhte das Tempo. Quintana konnte nicht folgen, und so gingen Roche, Chaves und Dumoulin gemeinsam auf die letzten 1000 Meter. Kurz vor dem Ziel griff Chaves dann noch einmal an und nur Dumoulin konnte folgen. Doch im Sprint war Dumoulin dann ohne Chance und Chaves siegte. Die Favoriten kamen einige Sekunden nach der Spitze ins Ziel, doch die Abstände waren gering. Nur Vincenzo Nibali (Astana) verlor deutlich Zeit. Am Ende verlor Nibali knapp eine Minute auf Froome und Quintana.

Zeitabstände der Favoriten:
Quintana + 26 Sek.
Froome  + 30 Sek.
Valverde +31  Sek.
Aru  + 37 Sek.
Landa + 40 Sek.
van Garderen  + 45 Sek.
Pozzovivo +54 Sek.
Nibali + 1:28 min.