Marcel Kittel (Quick-Step) hat die 11. Etappe der 104. Tour de France gewonnen. Der 29-Jährige setzte sich nach 203,5 Kilometern von Eymet nach Pau im Massensprint durch und feierte seinen fünften Erfolg bei dieser Tour. 
Erneut kam Kittel auf den letzten 400 Metern von hinterer Position nach vorn, nutze kurz den Windschatten von Edvald Boasson Hagen und Michael Matthews und zog unwiderstehlich vorbei zum insgesamt 14. Tour-Etappensieg.

In seinem Windschatten sprintete Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo) auf Rang zwei. Dritter wurde Edvald Boasson Hagen (Dimension Data).
André Greipel (Lotto-Soudal) wurde Siebter.

“Manchmal ist es im Sprint wie Tetris spielen und die letzten Spiele habe ich immer die richtige Linie gefunden. Ich habe keine Fehler gemacht, und heute konnte ich wieder von Rad zu Rad springen. Das ist so unglaublich, ich bin sehr glücklich”, sagte Kittel im Siegerinterview. “Im Moment kommt alles zusammen. Ich habe super Beine und ein super Gespür für die Situation. Ich habe meine Linie gefunden, bin allen anderen aus dem Weg gegangen und bin im richtigen Moment durchgestartet”, sagte Kittel.

 


Graphic near live – Étape 11 / Stage 11 – Tour… von tourdefrance

 

Großer Vorsprung im Kampf um Grün

Mit dem Etappensieg hat Kittel auch seinen Vorsprung im Kampf um das Grüne Trikot weiter ausgebaut hat. Kittel liegt nun 133 Zähler vor Michael Matthews. “Es stimmt derzeit einfach alles, auch wie mein Team mich dorthin fährt”, sagt Kittel. “Natürlich denke ich an Paris und die letzte Etappe. Es mag jetzt banal klingen, aber es ist wirklich noch weit bis dahin. Morgen wird es z.B. richtig schwer. Und deshalb konzentriere ich mich erst einmal darauf.”

 

 

Froome bleibt in Geld, Bardet, Fuglsang und Contador gestürzt

In der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Chris Froome geht mit einem Vorsprung von 18 Sekunden auf Fabio Aru in die schwere Pyrenäen-Etappe am Donnerstag. “Es war etwas hektischer als in den vergangenen Tagen, deshalb war es sehr wichtig, vorn zu sein und immer voll konzentriert zu bleiben. Meine Jungs haben mich super rausgehalten und einen sehr guten Job gemacht”, sagte Froome nach der Etappe. Pech hatten Alberto Contador, Jakob Fuglsang und auch Romain Bardet, die alle zu Fall kamen. Aber auch sie erreichten mit dem Hauptfeld ohne Zeitverlust das Ziel.

 

So lief das Rennen

Kurz nach dem Start bildete sich die Ausreißergruppe des Tages. Marco Marcato (UAE Team Emirates), Frederik Backaert (Wanty Goupe Gobert) und Maciej Bodnar (Bora-hansgrohe) setzten sich ab. Im Feld reihten sich Quick-Step, Lotto-Soudal und Katusha-Alpecin ein und hielten das Trio an der kurzen Leine.

Die maximale Punktezahl beim Zwischensprint sicherte sich Marco Marcato. Den Sprint aus dem Feld gewann Alexander Kristoff vor Michael Matthews und Marcel Kittel.


 
Die Bergwertung gewann Frederik Backaert. Das Feld verkürzte den Rückstand sukzessive. Etwa 28 Kilometer vor dem Ziel lag lag das Trio nur noch 30 Sekunden vor dem Feld und Bodnar attackierte aus der Spitzengruppe. Der  starke Zeitfahrer konnte das Feld lange auf Distanz halten und wurde erst 400 Meter vor dem Ziel gestellt.

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