Michael Matthews (Sunweb) hat die 14. Etappe der 104. Tour de France gewonnen. Der Australier setzte sich nach 181,5 Kilometern von Blagnac nach Rodez vor Greg Van Avermaet (BMC) durch. Dritter wurde Edvald Boasson Hagen (Dimension Data. Philippe Gilbert (Quick-Step) wurde Vierter.

In der 500 Meter langen steilen Rampe zum Ziel setzte sich früh Philippe Gilbert an die Spitze. Lange blieb auch John Degenkolb am Hinterrad, konnte das Tempo aber nicht bis zum Ziel mitgehen. Erst auf den letzten Metern zogen Matthews, Boasson Hagen und Van Avermaet an Gilbert vorbei. Matthews siegte souverän.

„Es war heute wie erwartet. Wir haben die Ausreißer nicht zu weit weg gelassen und sind den ganzen Tag gefahren. Ich wusste, dass ich am Ende wenige Teamkollegen an meiner Seite haben werde, aber es immer noch waren 2-3 Jungs bei mir im Finale”, so Matthews im Ziel. “Vor zwei Jahren hatte ich vier gebrochene Rippen. Es war damals die Etappe, die ich gewinnen wollte, bevor ich stürzte. Zurückzukommen und zu gewinnen – das ist ein Traum, der wahr geworden ist.“

Flamme rouge – Étape 14 / Stage 14 – Tour de… von tourdefrance
 

Kleine Lücken zwischen den Favoriten

Während Chris Froome (Sky), Rigoberto Uran (Cannondale) und Romain Bardet (Ag2R) das Ziel mit den ersten Fahrern erreichten, gingen dahinter die Lücken auf, und einige Favoriten büßten Zeit ein. Leader Fabio Aru (Astana) erreichte erst 25 Sekunden nach Froome das Ziel und muss das Gelbe Trikot wieder abgeben. Aru war vor dem kurzen Schlussanstieg schlecht positioniert und liegt nun 19 Sekunden in der Gesamtwertung hinter Froome.

“Das ist eine schöne Überraschung heute. Ich hätte nicht gedacht, bei solch einer Etappe das Trikot zurück zu gewinnen. Ich verdanke das meinen Mannschaftskameraden, die ihre Position den ganzen Tag gehalten haben. Im Finale hat Kwiatkowski eine super Arbeit gemacht und ich schulde ihm großen Dank dafür. Nur dadurch habe ich das Gelbe Trikot zurückerobert”, sagte Chris Froome nach dem Rennen.

 

So lief das Rennen

Lange Zeit bestimmten fünf Ausreißer das Rennen. Mit dem Startzeichen attackierte Thomas Voeckler (Direct Energie) und fand drei Fluchtbegleiter. Reto Hollenstein (Katusha-Alpecin) schloss wenige Kilometer später zu Maxime Bouet (Team Fortuneo – Oscaro), Timo Roosen (Team LottoNL-Jumbo), Thomas De Gendt (Lotto Soudal) und Voeckler auf. Gemeinsam fuhren sie schnell einen kleinen Vorsprung heraus. Das Feld hielt sie jedoch an der kurzen Leine. BMC, Sunweb und Bahrain-Merida machten im Feld die Verfolgungsarbeit.

Beim Zwischensprint sicherte sich De Gendt die maximale Punktezahl. Im Feld gewann Marcel Kittel den Sprint vor Michael Matthews.

 

Bei etwas weniger als noch 13 Kilometer war mit De Gendt auch der letzte Ausreißer eingeholt. Etwa 10 Kilometer vor dem Ziel setzten sich Damiano Caruso, Pierre-Luc Perichon, Maurits Lammertink und Nikias Arndt ab, doch im Feld machte Quick-Step das Tempo und holte sie wieder ein.