Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat am Sonntag Ermittlungen gegen einen Tiroler Radprofi bestätigt. Der Sportler soll die Anwendung von Blutdoping gestanden haben. Am Morgen hatte die  “Kronen Zeitung” berichtet, dass es sich bei dem betroffenen Sportler um Ex-Profi Stefan Denifl handeln soll.

Denifl war einer der erfolgreichsten österreichischen Profis der vergangenen Jahre. Im Jahr 2017 gewann er die Österreich-Rundfahrt und zwei Monate später eine Bergetappe der Vuelta. Im vergangenen Oktober unterschrieb er zunächst einen Vertrag bei der World-Tour-Mannschaft CCC. Später gab der Rennstall dann völlig überraschend die Auflösung des Vertrages bekannt. Als Grund für die Auflösung wurden “persönliche Gründe” Denifls angeführt. 

Im Rahmen der “Operation Aderlass” wurden bislang mehrere Wintersportler des Dopings überführt. Im Zentrum der Ermittlungen steht der Erfurter Arzt Mark Schmidt, der früher beim Team Gerolsteiner tätig war. Bei Razzien in Erfurt stellten Beamte rund 40 Blutbeutel und eine Zentrifuge sicher. Diese werden nun analysiert. Ins Rollen gebracht hatten die Untersuchungen offenbar die Aussagen von Dopingsünder Johannes Dürr. Der ehemalige Skilangläufer hatte sich umfangreich über seine Dopingpraktiken geäußert