Nur vier Tage nach seinem Sturz im Finale bei Nokere-Koerse, als er mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste, hat sich Mathieu van der Poel (Corendon-Circus) seinen zweiten Saisonsieg auf der Straße geholt. Der Cross-Weltmeister siegte beim Grand Prix de Denain als Solist. Zweiter wurde nach 198 Kilometern Marc Sarreau (Groupama-FDJ). Platz drei ging an Timothy Dupont (Wanty-Groupe Gobert).

Rund 40 Kilometer vor dem Ziel hatte sich Van der Poel gemeinsam mit Alex Kirsch (Trek-Segafredo) auf einer Kopfsteinpflasterpassage vom Feld abgesetzt. Sie holten die Spitzengruppe ein und behaupteten einen kleinen Vorsprung vor dem Feld.

Auf der vorletzten der insgesamt 12 Pflasterpassagen waren es erneut der Crossweltmeister und Kirsch, die das Tempo hoch hielten. Nur Mihkel Räim (Israel Cycling Academy) konnte dem Duo folgen. Das Feld lag nur noch wenige Sekunden dahinter, einzelne Fahrer versuchten erfolglos nach vorn zu springen.

Auf das letzte Pflasterstück, 9,5 Kilometer vor dem Ziel, ging das Spitzentrio mit 10 Sekunden Vorsprung. Dann gab Van der Poel Vollgas und hängte seine Begleiter ab. Er baute den Vorsprung schnell wieder aus und fuhr als Solist zum Ziel. Am Ende rettete er drei Sekunden Vorsprung ins Ziel.