Der Grand-Tour-Plan beim Team Movistar steht. Alejandro Valverde und Neuzugang Enric Mas werden sowohl bei der Tour de France, als auch bei der Vuelta starten. Marc Soler soll der GC-Kapitän beim Giro d’Italia sein.

Überraschend kommt diese Rollenverteilung nicht. Mas dürfte das Terrain der Tour 2020 sehr liegen und Valverde ist als Aushängeschild des Teams bei der Tour ein Garant für Aufmerksamkeit. Die Tour ist mit der Vuelta gut kombinierbar, und zudem macht die Tour-Vuelta-Kombination es für Valverde möglich, bei den Ardennen-Klassikern zu starten.

Soler will sich als Leader beweisen

Marc Soler bekommt die Kapitänsrolle beim Giro. Nach dem Abgang von Nairo Quintana ist Soler endgültig in der Rangordnung aufgestiegen. Doch Soler wird den Druck sicher spüren und muss sich nun als Leader beweisen. Der 26-Jährige gilt durchaus als Rundfahrt-Talent. Er gewann 2018 Paris-Nizza, beendete die Vuelta 2019 als Neunter und setzte sich als Edelhelfer mehrfach in Szene. Aus seinem Zwist mit Quintana bei der Vuelta 2019 will Soler wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse mitgenommen haben, wie er in der Netflix-Teamdoku erklärte.

Soler habe sich “durch seine Bemühungen in den vergangenen Jahren die Chance verdient, ein Team in einem dreiwöchigen Etappenrennen zu führen, und er wird der einzige Leader beim Giro sein, bei dem er eine starke Unterstützungsmannschaft vorfinden wird”, erklärte Teamchef Eusebio Unzué. Ob der Charakter des Giro Soler entgegenkommt, oder eher nicht liegt, wird sich zeigen. Bislang ist der Spanier nur bei der Vuelta und der Tour gestartet.

Das Team will bei der Burgos-Rundfahrt am 28. Juli starten. Die Strade Binache soll das erste World-Tour-Rennen nach dem Neustart der Saison sein.