Im Winter steckte man die Ziele für die Saison 2022 ab. Erstmals konzentriert sich das Team Bora-hansgrohe bei einer Grand Tour voll auf Gesamtwertung. Das Podium beim Giro d’Italia wurde als großes Ziel ausgegeben, das Team für die Italien-Rundfahrt voll darauf ausgerichtet. Gleich drei potenzielle Podiumskandidaten werden ins Rennen geschickt, so sah es der Plan schon im Winter vor. Neben Emanuel Buchmann sind Wilco Kelderman und Jai Hindley dabei – beide standen bereits auf dem Podium des Giro.

Dazu waren seit Winter Lennard Kämna, Giovanni Aleotti und Ben Zwiehoff fest für den Giro eingeplant und haben sich auch darauf vorbereitet. Reibungslos lief die Vorbereitung nicht, Corona, Erkältungen und Stürze haben an vielen Stellen die Teams ausgebremst, so auch bei Bora-hansgrohe. Dennoch ist der Giro-Kader beim einzigen deutschen WorldTour-Team in großen Teilen so, wie im Winter geplant. Wir stellen die Mannschaft hier vor.

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Patrick Gamper – die Tretmaschine

Patrick Gamper

Groß, kräftig, Klassiker-erfahren und tempohart – Patrick Gamper ist der Mann fürs Grobe in diesem Giro-Kader. „Er kann Tempo machen, wird vor allem bei den Flachetappen von großer Bedeutung sein. Gemeinsam mit Cesare (Benedetti)“, sagt Zemke. In der Vorbereitung war Gamper eher für die Klassiker geplant. Doch dann stellte man das Programm etwas um, nahm ihn raus, gab ihm eine Pause und baute ihn für den Giro auf.

Gamper ist ein Fahrer, auf dessen Gepäckträger einer der GC-Kapitäne gern Platz nimmt. Ob Windkante, kniffliges Finale oder Positionierung vor einer Schlüsselstelle – Gamper meistert solche Situation gut, auch wenn er den Leader am Hinterrad hat. Dazu kann er zur Not stundenlang von vorn fahren. Klar, großen Spaß wird er in der Schlusswoche in den Dolomiten nicht mehr haben, aber dafür ist er in den ersten eineinhalb Wochen extrem wichtig. Gamper ist der typische Helfer, der Wasserträger, dessen Arbeit man nicht immer im TV sieht, für die Kapitäne aber immens wichtig ist.

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