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Primož Roglič – in Lauerposition

Der Titelverteidiger scheint Evenepoels größter Konkurrent im Kampf um den Gesamtsieg zu sein. Nur rund eineinhalb Minuten zurück, geht Primož Roglič als Gesamtzweiter in die letzte Woche. Auf den letzten beiden Bergetappen vor dem Ruhetag hat Roglič jeweils Zeit gut gemacht. Die Tendenz stimmt. Doch vor allem bei der Ankunft in der Sierra Nevada hatte man mehr erhofft. Das gab auch Sportchef Grischa Niermann unumwunden zu. Evenepoel wirkte am Tag zuvor angeschlagen, man hatte gehofft, ihm wieder rund eine Minute abnehmen zu können. Doch das klappte nicht. Mental-Monster Roglič wird sich davon aber nicht beirren lassen.

Für Roglič geht es bei dieser Vuelta nur um den Sieg. Ob er Zweiter, oder Zehnter wird, spielt weniger eine Rolle. Er hat ein starkes Team, das muss er in der Schlusswoche nutzen. Mann gegen Mann ist Evenepoel nicht leicht zu schlagen. Doch Evenepoels Team ist nicht extrem stark. Dass Enric Mas in der Gesamtwertung näher gerückt ist, könnte auch Roglič helfen. Denn der Mann in Rot kann sich nicht nur auf Roglič konzentrieren, muss auch Mas nachsetzen. So wie am Sonntag, als Evenepoel lange das Tempo machen musste, um Mas zu folgen, während Roglič am Hinterrad blieb und dann auf den letzten Metern Zeit gutmachte.

Roglič muss in der Schlusswoche sein Team nutzen, um anzugreifen. Seine exzellente Sportliche Leitung wird einen Plan ausarbeiten, um Evenepoel anzugreifen. Doch am Ende muss Roglič den Belgier abhängen, sonst wird er diese Vuelta nicht gewinnen können. Eines scheint sicher: Der Sieger dieser Vuelta steht erst im Ziel der 20. Etappe fest. Bis dahin wird es einen harten Kampf geben.

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