Lennard Känna – Projekt GC

Zum ersten Mal in seiner Karriere wird Lennard Kämna in eine Grand Tour mit dem Fokus auf die Gesamtwertung starten. Es war sein persönlicher Wunsch, die Entwicklung zum Klassementfahrer anzugehen. Beim Giro d’Italia wird man sehen, wie weit er auf diesem Weg bereits ist und ob das Thema „GC-Fahrer“ ein vielversprechendes Zukunftsprojekt ist. „Für mich ist Lennard ein Freestyler. Bei ihm passt kein Korsett, er braucht etwas Freiheit, dann kommt was raus“, sagt Jens Zemke. Kämna wird als Co-Leader in den Giro starten, mit der vollen Unterstützung des Teams. „Der Druck verteilt sich natürlich mit zwei Leadern etwas, aber Lennard sieht ganz eindeutig, dass wir an ihn glauben, genau wissen, was er kann. Wir unterstützen ihn auf seinem Weg und werden das auch im Giro tun“, so Zemke.
Kämna bekommt dabei keinen Druck, kann sich ausprobieren und schauen, was dabei rauskommt. Sollte man mit Vlasov die Chancen auf das Podium haben, wird auch Kämna möglicherweise irgendwann in die Helferrolle wechseln. „Lennard hat es im vergangenen Jahr bewiesen, dass er sich voll in den Dienst des Teams stellt. Er hat auf der entscheidenden Etappe auf seine eigene Chance verzichtet, Jai (Hindley) unterstützt und hat einen großen Anteil daran, dass wir Rosa erobert haben. Soetwas ist enorm wichtig, will man gemeinsam Erfolg haben. Wir haben insgesamt wieder ein extrem gutes Team beim Giro am Start und ich sehe es als Vorteil an, mit mehreren Leadern zu starten“, so Zemke.


