Zurück
Nächste

Sprinterprobleme

Bei Olav Kooij lief es mit zwei Siegen bei Paris-Nizza super, bei Tirreno-Adriatiko war Milan der beste Sprinter. Lidl-Trek und Visma | Lease a Bike können mit ihrer Sprintfraktion zufrieden sein. Bei anderen Teams funktionierte es hingegen nicht wie gewünscht. Beispielsweise bei dsm-firmenich PostNL. Fabio Jakobsen spielte bei Paris-Nizza gar keine Rolle und Casper van Uden, der gut in die Saison gestartet war, konnte bei Tirreno-Adriatico nicht mehr als eine Top5-Platzierung rausholen.

Dabei zieht sich ein Problem beim niederländischen Team durch die Sprints in dieser Saison. Sie sind in der ersten Phase der Sprintvorbereitung meist kompakt und sehr gut positioniert. Auf dem letzten Kilometer verlieren sie dann aber meist die Position und die Sprinter kommen nicht in eine gute Sprint-Position. Dass bei einem Rennen wie Le Samyn dem jungen Casper van Uden etwas die Kraft fehlt, um die sehr gute Vorarbeit seiner Teamkollegen John Degenkolb und Nils Eekhoff zu vollenden, ist eine Sache – eine ganz andere aber ist ein klassisches Sprintfinale bei einem Etappenrennen mit Massensprint.
Man wird sich teamintern ganz sicher Gedanken machen, woran es liegt und wie man diese Probleme schnell abstellen kann. Denn die Mannschaft ist gerade auf Fahrer wie Jakobsen und dessen Erfolge angewiesen.

Auch beim Team von Pascal Ackermann lief es nicht wie gewünscht. Der dritte Platz auf der fünften Etappe war aber immerhin ein Achtungserfolg. Bei Israel – Premier Tech scheint noch etwas Abstimmungsarbeit nötig zu sein. Ackermann und sein Zug funktionierten noch nicht perfekt. Zudem scheint es dem Deutschen auch noch etwas an Punch zu mangeln, um ganz vorn landen zu können. Doch oft spielt eben auch die Vorbereitung des Sprints eine große Rolle. Muss der Sprinter mehrfach ans Limit, ehe es überhaupt in die Entscheidung geht, fehlt es am Ende etwas an Power.
Will man mit Ackermann künftig erfolgreicher sein, muss auch am Sprintzug gearbeitet werden – denn wirklich optimal wurde der 30-Jährige viel zu selten abgeliefert.

Zurück
Nächste