Tudor – Meilensteine und Rückschläge
Der Etappensieg bei Paris-Nizza durch Arvid de Kleijn war ganz sicher ein Meilenstein auf dem Weg des noch jungen Teams Tudor. Der erste Saisonsieg, nach vielen guten Rennen – direkt auf World-Tour-Level bei einem der wichtigsten Etappenrennen des Jahres.
Doch es lief nicht alles glatt, bei Tudor. Marius Mayrhofer musste das Rennen nach einem Sturz aufgeben. Der 23-Jährige lieferte bislang eine sehr gute Saison, galt für die nächsten Wochen auch bei den Klassikern als eine super Option. Man wird bangen, dass er schnell wieder aufs Rad zurückkehren kann. Michael Storer zeigte bei Paris-Nizza am Schlusstag, dass seine Form sehr gut ist – wurde Siebter. Eine gute Platzierung in der Gesamtwertung war nicht drin, nachdem er auf Etappe sechs in der Fluchtgruppe war und dann am Ende 18 Minuten kassierte.
Florian Stork hatte sich nach langer Leidenszeit zu Beginn des Jahres sehr stark zurückgemeldet – doch dann stürzte er unverschuldet bei der UAE Tour schwer. Er fuhr das Rennen zwar zu Ende, doch der Sturz scheint nachzuwirken. Bei Tirreno-Adriatico konnte er so nicht die gewünschte Rolle spielen.
Tudor ist bislang ganz sicher im Soll, doch wollen sie an den guten Saisonstart auch in den kommenden Rennen anknüpfen, müssen sie die Rückschläge verkraften und aus dem Kader weiter versuchen, das Maximum rauszuholen, ohne Fahrer zu verschleißen. Der Sieg von De Kleijn gibt sicher Rückenwind, doch sie müssen darauf achten, wie sie ihre Ressourcen einsetzen und mit ihren Möglichkeiten geschickt agieren. Die Klassiker-Periode wird sehr wichtig, mit Matteo Trentin hat man einen erfahrenen Mann. Wird Mayrhofer schnell wieder fit, ist er eine echte Option. Man darf gespannt sein.




