Tim Merlier (Soudal Quick-Step) hat die 3. Etappe der Tour de France gewonnen. Im Sprint siegte der Europameister knapp vor Jonathan Milan (Lidl-Trek) und Phil Bauhaus (Bahrain-Victorious). Soren Waerenskjold (Uno-X Mobillity) belegte im hektischen Finale den vierten Platz, Pavel Bittner (Picnic PostNL) wurde Fünfter. Pascal Ackermann (Israel PremierTech) kam auf den 9. Platz.
„Ich bin sehr glücklich, dass ich mich in diesem chaotischen Finale durchkämpfen konnte“, erklärte Tim Merlier im Siegerinterview. Der Positionskampf sei hart gewesen.
Bitter verlaufen ist die Etappe für das bisher so erfolgreiche Team Alpecin-Deceuninck: Jasper Philipsen stürzte 60 Kilometer vor dem Ziel bei der Zwischensprintwertung und musste die Rundfahrt aufgeben.
Mathieu Van der Poel (Alpecin-Deceuninck) ist auch auf der morgigen 4. Etappe im Gelben Trikot unterwegs. Neuer Träger des Grünen Trikots ist nach dem Aus von Philipsen der Italiener Jonathan Milan.
Einen Wechsel gibt es auch beim Bergtrikot, das nun auf den Schultern von Tim Wellens ruht, der es von seinem Teamkollegen Tadej Pogacar (UAE Emirates) übernimmt.
Die 3. Etappe:
Das dritte Teilstück der Tour de France führte über 180 Kilometer von Valenciennes nach Dünkirchen. Angesichts des äußerst flachen Profils hatten sich die Sprinterteams diese Etappe ausgeguckt.

Was sonst so passierte:
Nach dem offiziellen Start gab es keine ernsthaften Attacken – die Chancen auf einen Ausreißercoup schienen angesichts des Streckenprofils zu gering. Zwei halbherzige Attacken verpufften. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36,2 km/h verbrachte der Träger des Gelben Trikots, Mathieu Van der Poel, eine ebenso ruhige erste Rennstunde wie seine Kollegen. Soudal Quick-Step und Alpecin-Deceuninck fuhren an der Spitze des Feldes.
Gut 60 km vor dem Ziel kam es zum einzigen Zwischensprint des Tages, den Jonathan Milan für sich entscheiden sollte. Überschattet wurde der Sprint von einem heftigen Sturz von Jasper Philipsen. Der Führende der Punktewertung war auf die Schulter gefallen und konnte die Etappe nicht fortsetzen. Die Alpecin-Fahrer zogen sich daraufhin aus der Führungsarbeit zurück.
An der Côte du Cassel stand gut 30 km vor dem Zielstrich eine Bergwertung der 4. Kategorie an, wo es einen Punkt zu ergattern gab: Tim Wellens setzte sich ab und holte sich diesen einzigen Zähler und übernahm damit die Führung in dieser Sonderwertung. Der Belgier, der über 1:30 Min. Vorsprung herausgefahren hatte, ließ sich danach wieder zurückfallen.
Geschlossen ging es für das Feld nach Dünkirchen, wo alles auf den prognostizierten Massensprint hinauslief. Unterdessen teilte die Jury mit, dass es heute keinen Preis für den kämpferischsten Fahrer geben wird. Bei einer Fahrbahnverengung kam es zu einem Sturz, von dem u. a. Remco Evenepoel, Jordi Meeus und Laurence Pithie betroffen waren – auch kurz vor dem Ziel kamen weitere Fahrer zu Fall. Im hart umkämpften Finale behielt Tim Merlier knapp die Oberhand vor Jonathan Milan. Phil Bauhaus wurde starker Dritter.
Spannungspunkte:
** Klassische Sprintetappe mit viel Bummelei und Chaos am Ende
Results powered by FirstCycling.com


