Van Aert vs. VdP

Viele Augen waren bei der heutigen Etappe auf Mathieu Van der Poel und Wout van Aert gerichtet, denen das Etappenprofil zusagte. Auch wenn die beiden Klassikerkönige nicht zur fünfköpfigen Spitzengruppe zählten, konnten sie sich in dem hektischen Rennen mit drei weiteren Fahrern vom Feld absetzen und zählten somit zum Kandidatenkreis für den Tagessieg. Der Sprung nach vorne glückte jedoch nicht ganz, auch wenn Mathieu Van der Poel zwischenzeitlich glaubte, in Führung zu liegen – das Missverständnis passt zu dem wilden Rennverlauf.
Der Niederländer, der laut eigener Aussage anfangs nicht über die besten Beine verfügte, hatte am Schlussanstieg attackiert und einige der vor ihm liegenden Ausreißer eingeholt. „Es war eine verwirrende Situation. Ich habe erst spät erfahren, dass noch zwei Fahrer vorne waren“, gab er nach dem Rennen zu. Der Funkverkehr sei gestört gewesen, doch an den Hubschraubern und Motorrädern habe er rasch gemerkt, dass noch Fahrer vorne lagen.
Van der Poel konnte auf den letzten zehn Kilometern den Abstand zum Ausreißerduo zwar noch verringern, eine Chance auf den Tagessieg hatte er aber nicht. Das galt auch für Wout van Aert, der am Ende Fünfter wurde (und auch dieses Mal im Vorfeld auf „X“ keinen Sprint angekündigt hatte). „Es war nicht einfach, in die Verfolgergruppe zu kommen“, sagte der Belgier laut Sporza. „Als ich es geschafft hatte, hatte ich schon viel Kraft verloren.“ Energie, die ihm im Finale fehlte. So konnte er weder auf die Attacke von Quinn Simmons reagieren noch auf den Vorstoß von Mathieu Van der Poel. Er freue sich zwar, dass seine Form immer besser würde, führte van Aert aus. Doch am Ende würden bei der Tour die Ergebnisse zählen.
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