Tadej Pogacar (Foto: © Cor Vos)

Tadej Pogačar (UAE Team Emirates – XRG) hat das Radsport-Monument Mailand-Sanremo gewonnen. Der Weltmeister setzte sich nach 298 Kilometern im Zweiersprint vor Thomas Pidcock (Pinarello Q36.5 Pro Cycling) durch. Dritter wurde Wout van Aert (Visma | Lease a Bike), der sich kurz vor dem Ziel aus dem Feld abgesetzt hatte und sich knapp vor dem Feld behauptete.

An der Cipressa hatte sich Pogačar gemeinsam mit Pidcock und Mathieu van der Poel (Alpecin – PremierTech) abgesetzt. Pogačar attackierte im Poggio erneut und nur Pidcock konnte folgen. Van der Poel wurde vom Feld eingeholt, Pogačar holte sich den Sieg.


Das Rennen: 298 Kilometer mit dem typischen Parcours.

Profil Mailand-Sanremo 2026

Was sonst so passierte:

Nach dem Start formierte sich schnell eine kleine Fluchtgruppe, die jedoch den Begleitfahrzeugen in einen falschen Abzweig folgte und so eingeholt wurde. Wenig später dann stand die Gruppe des Tages. Martin Marcellusi, Manuele Tarozzi (Bardiani CSF 7 Saber), Lorenzo Milesi, Manlio Moro (Movistar), Andrea Peron, David Lozano (Novo Nordisk), Alexy Faure Prost (Picnic PostNL), Dario Igor Belletta und Mirco Maestri (Polti VisitMalta) wurden vom Feld jedoch nur rund vier Minuten weggelassen. Sivan Dillier (Alpecin-Premier Tech) spannte sich vors Feld und machte lange das Tempo.

Jan Christen stürzte früh im Rennen und so musste Tadej Pogacar auf den Schweizer als Helfer verzichten. Auch Orluis Aular (Movistar) war in diesen Sturz verwickelt und gab das Rennen auf.

Als das Feld rund 150 Kilometer vor dem Ende die Küste erreichte, lag die Spitze noch etwas mehr als zwei Minuten voraus. Erst danach ging die Lücke richtig auf. 90 Kilometer vor dem Ende war der Abstand auf mehr als sechs Minuten gewachsen. Silvan Dillier beendete seinen langen Arbeitstag an der Spitze des Feldes und Domen Novak (UAE Team Emirates – XRG) übernahm. So reduziertes sich nach und nach der Vorsprung der Ausreißer wieder.

Rund 65 Kilometer vor dem Ende kam es vorn im Feld zu einem Sturz. Gleich drei Helfer von Filippo Ganna erwischte es. Darunter Ex-Sanremo-Champion Michal Kwiatkowski, der schwer stürzte.

55 Kilometer vor dem Ende ging es in den Capo Mele, die erste der kurzen Steigungen im Finale. Die Spitze lag noch rund vier Minuten vor dem Feld, fiel wenig später im Capo Berta auseinander. Das Feld lag nur noch eine Minute zurück. Milesi, Maestri und Belletta behaupteten sich noch bis zur Cipressa an der Spitze.

Sturz Pogacar, Attacke in Cipressa

Etwas mehr als 30 Kilometer vor dem Ende ereignete sich im Feld ein weiterer Sturz – Tedej Pogacar, Mathieu van der Poel und auch Wout van Aert waren involviert. Das Feld brach in mehrere Gruppen auseinander.

Eingangs der Cipressa-Steigung wurden die Ausreißer eingeholt, im Feld machte das Ienos-Team das Tempo, allerdings eher moderat. Erst als Pogacar sich im Anstieg am ganzen Feld vorbeigearbeitet hatte, drückte dann an der Spitze des Feldes Brandon McNulty aufs Tempo. Dann übernahm Del Toro und bereitete die Attacke von Pogacar vor – diese kam und nur Pidcock und Van der Poel konnten folgen. Zu dritt absolvierten sie die Abfahrt und arbeiteten dann zusammen.

Poggio & Zweiersprint

In die letzte Steigung gingen die drei Spitzenreiter mit nur rund 10 Sekunden Vorsprung auf das Verfolgerfeld. Pogacar setzte den nächsten Angriff, Van der Poel konnte nicht folgen. Pogacar und Pidcock erreichten rund 17 Sekunden vor Van der Poel den Gipfel des Poggio, das Feld lag noch einige Sekunden weiter zurück.

Im Sprint setzte sich Pogacar am Ende gegen Pidcock durch. Rang drei ging an Van Aert, der sich kurz vor dem Ziel aus dem Feld absetzen konnte.


Das Rennen der Frauen gewann Lotte Kopecky (Team SD Worx – Protime). Sie setzte sich im Sprint der fünfköpfigen Spitzengruppe, die sich am Poggio formiert hatte, durch. Rang zwei ging an Noemi Rüegg (EF Education-Oatly), Eleonora Camilla Gasparrini (UAE Team ADQ) wurde Dritte.

In der Abfahrt von der Cipressa gab es ein Sturz, in den einige Fahrerinnen verwickelt waren. In der Verfolgung der Ausreißerin Lieke Nooijen stürzte in einer Kurve die erste Verfolgerin Kasia Niewiadoma und die nachfolgenden Frauen kamen dadurch ebenfalls zu Fall. So ging nur eine größere Gruppe in das Flachstück zum Poggio rund 20 Sekunden hinter Nooijen. Es löste sich dann die Gruppe mit Kopecky, Rüegg, Gasparrini, Puck Pieterse (Fenix-Premier Tech) und Dominika Włodarczyk (UAE Team ADQ). Im Sprint setzte sich dann Kopecky souverän durch.

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