Max Kanter ist der Sprinter im Giro-Team der DSM-Mannschaft. Der 23-jährige Deutsche soll versuchen, bei den Massensprints möglichst weit vorn zu landen. Auf den anderen Etappen wird er die beiden Leader Jai Hindley und Romain Bardet unterstützen. “Wir wollen als Mannschaft geschlossen auftreten, die Kräfte bündeln und dann können wir sicher auch unsere Ziele erreichen”, antwortete Kanter zurückhaltend auf die Frage nach seinen Zielen. Im vergangenen Herbst hat er mit der Vuelta seine erste Grand Tour bestritten und sprintete zwei mal auf Rang drei.

“Ich will an die Ergebnisse von der Vuelta anknüpfen”, sagt Kanter. Er hat durchaus Selbstvertrauen aus der Spanien-Rundfahrt mitgenommen. “Ich hab auch gesehen, dass man einen schlechten Tag haben kann, es am nächsten Tag aber wieder gut laufen kann”, sagt Kanter. Übermäßig großen Druck verspürt er nicht, freut sich auf die Sprints beim Giro.

In der Vorbereitung hat er eher anspruchsvolle Rennen bestritten. “Das war genau so geplant, auch um etwas an der Bergfestigkeit zu arbeiten”, so Kanter. Die Sprint-Konkurrenz beim Giro ist groß, es sind einige Top-Leute dabei. Aber für Kanter zählen sicher nicht nur Ergebnisse, sondern ist jede Erfahrung wichtig. “Vielleicht könnten es fünf Sprints beim Giro werden, und ich freu mich natürlich über jede Chance”.

Schon am Sonntag wird Kanter wohl die erste Chance bekommen, sich mit Caleb Ewan, Dylan Groenewegen & Co zu messen. “Mit Nico Denz und Nikias Arndt sind zwei starke Fahrer dabei, die mich im Finale unterstützen können”, sagt Kanter. Auf den letzten Metern wird er sich dann wohl an den Top-Sprintern und deren Leadout-Zügen orientieren.

Das komplett flache Teilstück am Sonntag ist für Kanter nicht ideal, ihm liegt es eher, wenn das Terrain vor dem Sprint etwas anspruchsvoller ist. Doch auch solche Etappen finden sich im Plan des Giro – vielleicht sind dann erneut Top3 Ergebnisse möglich.