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Matteo Jorgenson – Remco im Griff

Der 24-Jährige US-Amerikaner Matteo Jorgenson hat das prestigeträchtige Paris-Nizza gewonnen. Verdient und auch ein Stück weit souverän. Jorgenson war bergauf bockstark, agierte taktisch klug und nutzte seine herausragende Form. In die Schlussetappe ging er in sehr guter Position, hatte nur wenig Rückstand zum schwächelnden Leader Brandon McNulty und ’ne halbe Minute Polster auf Remco Evenepoel. Dass er in diese Position kam, hatte er einer starken Mannschaft, aber auch einer sehr guten Attacke am drittletzten Renntag zu verdanken, als er sich die taktische Konstellation in der Favoritengruppe zu Nutze machte und Evenepoel & Co enteilte.

Für den Schlusstag war nicht schwer vorherzusehen, was passieren würde – aber zu wissen, dass Evenepoel attackieren wird, und diesem dann aber auch zu folgen, sind meist zwei sehr unterschiedlich Sachen. Jorgenson hatte den Belgier am Schlusstag im Griff, war bergauf wohl mindestens gleichstark.

Bei Jorgenson stellt man sich nun die Frage, in welche Richtung sich dieser junger Mann entwickeln wird. War Paris-Nizza nur der Auftakt für weitere Rundfahrten-Siege, oder entwickelt sich der recht große Amerikaner doch eher zum Klassikerspezialisten mit besonderen Aufgaben bei Etappenrennen? Beim E3-Prijs und der Flandern-Rundfahrt war er bereits in den Top10, hat auch bei solchen Rennen die Chance auf Top-Ergebnisse.

Er ist ein sehr vielseitiger Fahrer, der perfekt in die Mannschaft Visma | Lease a Bike passt. Mit Paris-Nizza in der Tasche wird er sicher wenig Probleme haben, den Kapitänen in den kommenden Wochen zur Seite zu stehen. Bei den Klassikern ist er vielleicht eine taktische Option – kann als offensive Karte eigene Chancen wahrnehmen. Man darf gespannt sein, was er mit der aktuellen Form erreichen kann.

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