Roglic ohne Flügel – bleibt Gelb ein Traum
Im Anstieg zum Galibier konnte Primoz Roglic lange das Tempo mitgehen. Doch schon vor Pogacars-Antritt ging es schwer, beim Slowenen. Als die Attacke kam, konnte er nicht folgen. Am Ende kam er in der Verfolgergruppe ins Ziel, konnte den Schaden begrenzen.
Die Form des Slowenen ist gut, er wirkt austrainiert und an den ersten Tagen stets locker uns selbstbewusst. Nach dem Zeitverlust in Bologna strahlte er weiter Zuversicht und Lockerheit aus, anders als die Aussagen der Teamleitung. Am Galibier wurde klar, dass Roglic eine gute Form hat, vielleicht kann er tatsächlich seine Top-Leistungen aus der Vergangenheit bestätigen. Doch das Level im Radsport ist gestiegen. Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar sind ein Level über ihm, das zeigte sich bereits in der Vergangenheit.
Das Team von Ralph Denk hat viel Geld investiert, will mit der Verpflichtung von Roglic die Chance nutzen, um endlich bei der Tour um Gelb zu kämpfen. Doch so wie es scheint, sind die beiden „Galaktischen“ nicht zu schlagen, wenn sie ein fehlerfreies Rennen liefern. Das Podium ist möglich, es wäre ein Riesenerfolg für das deutsche Team. Für Gelb fehlt wohl mehr als die Flügel des Sponsors.

