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Der moderne Radsport

Das Feld auf Etappe 3 (Foto: © Cor Vos)

Eine Flachetappe ohne Ausreißergruppe – früher undenkbar, im modernen Radsport Realität. Klar, zu holen gab es auf der Etappe nur ganz am Ende etwas – beim Massensprint um den Tagessieg. Der Gegenwind im Finale machte einen Fluchtversuch noch unsinniger, als er auf dieser Etappe ohnehin gewesen wäre. Fluchtgruppen werden schon lange nicht mehr so weit weggelassen, dass es auf solchen Etappen am Ende zur ganz großen Überraschung kommt. Der eine Bergpunkte reichte nicht, um dem Team UAE das Gepunktete Trikot abzujagen und die Zeiten, in denen Einladungsteams bereitwillig den ganzen Tag an der Spitze fahren, um TV-Sendezeit einzuheimsen, sind vorbei.

Alle Teams haben große Ziele, wollen keine Energie in einer sportlich wenig sinnvollen Flucht vergeuden. Klar, die Tour ist zu schwer, um verschwenderisch mit den Ressourcen umzugehen und kein Fahrer will unsinnig Körner lassen, wenn es seine Chancen für die nächsten Tage schmälert. So kommt eben eine langweile Etappe zustande, nach der sich die Organisation vielleicht die Frage stellt, wie man hätte ein solches Szenario vermeiden können. Hätten ein paar Bergpunkte mehr das Rennen animiert? Am Ende kann die Tour aber wohl damit leben, dass es unterwegs wenig Spannung gab, dann aber einen spannenden Sprint. Und für die Fans bleibt der Blick auf den nächsten Tag – da dürfte es wohl insgesamt unterhaltsamer werden!


Die Nachbesprechung wird präsentiert von JOIN – der #1 KI Trainings-App für RadfahrerInnen 

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