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Lotte Kopecky – souverän

Lotte Kopecky (Foto: © Roth&Roth / CV)

Lotte Kopecky zählte vor dem Rennen zu den ganz großen Favoritinnen. Drei Mal hatte sie bereits teilgenommen – 2022 gewonnen, 2023 den Sieg um Zentimeter verpasst, als Teamkollegin Demi Vollering siegte. Die neue Strecke und die schwierigen Bedingungen sprachen vor dem Rennen vielleicht doch eher für die noch besseren Kletterinnen – doch Kopecky war nach der Niederlage beim Omloop Het Nieuwsblad gegen Marianne Vos mit einem klaren Ziel und großer Motivation angetreten. Es wirkte, als wolle sie unterwegs keinerlei Zweifel aufkommen lassen, wer am Ende ganz oben steht und mit dem Sieg ihre Position (und die des Teams) im Peloton nachdrücklich klarmachen.

Kopecky fuhr sehr aufmerksam, reagierte im Rennen früh auf Attacken und sorgte dann mit der Tempoverschärfung selbst für eine vorentscheidende Selektion. Sie löste sie später mit Elisa Longo Borghini und spielte das Rennen konsequent und kompromisslos zu Ende. Sie fuhr komplett auf Nummer sicher – ließ im Finale sogar ihre Begleiterin das Tempo machen, verweigerte einen Moment die Führung. Dann die Attacke in der letzten Steigung und der souveräne Sieg. Ein starkes Rennen, eine Demonstration der Stärke.

Diesen Sieg hätte es nicht gebraucht, um sie zur Favoriten für nahezu alle Klassiker zu machen. Aber für sie und ihr Team war es ein wichtiger Erfolg – erst recht nach der Niederlange beim Omloop Het Nieuwsblad.

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