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Neue, „monumentale“ Strecke?

Die Planer hatten das Rennen etwas umgestaltet, deutlich schwerer gemacht. Man wolle Strade Bianche näher an die Monumente rücken, vielleicht irgendwann zum sechsten Monument aufsteigen. Geschaffen wurde eine Final-Runde, sodass es zwei Mal über den steilen Tolfe-Anstieg geht. Für die Fans vor Ort eine tolle Sache – sie sahen dort zunächst die Frauen zwei Mal, dann die Männer ebenfalls zwei Mal an sich vorbeifahren. Die Stimmung war großartig.

Sportlich betrachtet hat die neue Runde aber wenig Einfluss auf die Rennen gehabt. Bei den Männern war die Entscheidung um den Sieg bereits zuvor gefallen und für den Kampf ums Podium war es wohl auch nicht wirklich von Bedeutung – abgesehen von zusätzlicher Distanz und mehr Höhenmetern. Bei den Frauen wirkte es sogar so, als hätte die zusätzliche Schleife dafür gesorgt, dass etwas zurückhaltender agiert wurde. Es schien, als wollten die Favoritinnen bloß nicht zu früh die Körner lassen, warteten lange ab.

So kann man festhalten, dass die TV-Bilder des engen Spaliers mit den vielen Fans durchaus beeindruckten, die ganz große Offenbarung war die Neugestaltung des Finales jedoch nicht. Man darf gespannt sein, wie die Organisation die Rennen bewertet und was man sich für das kommende Jahr ausdenkt. Noch schwerer, noch länger? Das dürfte wohl eher nicht der Weg zum „sechsten Monument“ sein.

Vielleicht reift bei der Organisation irgendwann auch die Erkenntnis, dass dieses wunderschöne Rennen den Titel Monument gar nicht braucht, um bedeutungsvoll, geliebt und einzigartig zu sein.

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